Müllberg bei Neverin:

Grüne verlangen Klarheit zu Deponie

Was ist auf der Anlage im kleinen Dorf nahe Neubrandenburg wirklich abgelagert worden? Landtagsabgeordnete Jutta Gerkan will es wissen und fragt bei der Landesregierung nach.

Ein Blick auf  die Neveriner Deponie. Die neuen Eigentümer erarbeiten gerade ein Konzept für die Verwertung der Müllberge. 
Anett Seidel Ein Blick auf  die Neveriner Deponie. Die neuen Eigentümer erarbeiten gerade ein Konzept für die Verwertung der Müllberge. 

Die Deponie in Neverin entwickelte sich in diesem Monat zum Thema in der Landespolitik. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Jutta Gerkan, hat in einer kleinen Anfrage im Schweriner Landtag zur Anlage in Neverin Fragen gestellt. Sie wollte vorab aber schon mal vom Wirtschaftminister  wissen, welche Untersuchungen und Maßnahmen von der Landesregierung veranlasst wurden, um den Austritt umweltgefährdender Stoffe auszuschließen.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) wies in seiner Antwort darauf hin, dass es sich um keine Deponie im klassischen Sinne handele, sondern um eine ehemalige Abfallbeseitigungsanlage. Gefährliche Abfälle seien im September 2014 durch eine „behördliche  Ersatzvornahme ordnungsgemäß aus dem Weg geräumt worden“. 

In welchem Umfang wurden Abfallstoffe gelagert?

Die Abgeordnete wollte weiterhin wissen, ob die Deponie in ihrem derzeitigen Zustand als Standort einer Photovoltaik-Anlage geeignet ist. Der jetzige Eigentümer kann nur die Photovoltaikanlage errichten, wenn er dafür Sorge trägt, dass die Abfälle, die dort noch lagern, entsorgt werden, so Glawe. Jutta Gerkan wartet aber noch auf die Antwort ihrer detailierten Fragen zur Deponie. Es geht zum Beispiel um die Besitzer der Anlage und die Betriebsgenehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz. Die Landtagsabgeordnete will außerdem genau wissen, in welchem Umfang auf dem Gelände der Abfallaufbereitungsanlage Neverin Abfallstoffe abgelagert und um welche Stoffe bzw. Materialien es sich dabei handelt.

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