Ermittlungen gegen 91 Personen:

Haben Rocker Prüfer in Neubrandenburg bestochen?

Die Spur führt aus dem Rhein-Main-Gebiet in den Nordosten: Hessische Behörden hegen den Verdacht, dass sich Türsteher Berufsnachweise erkauft haben.

Mitglieder der Motorradgang Hells Angels stehen unter Beobachtung.
Fredrik von Erichsen Mitglieder der Motorradgang Hells Angels stehen unter Beobachtung.

Türsteher aus dem Rhein-Main-Gebiet sollen sich in der IHK für das östliche Mecklenburg-Vorpommern die für ihren Job geforderten Sachkunde-Nachweise erkauft haben. Nach den bisherigen Ermittlungen sollen bis zu 1000 Euro für eine Bescheinigung gezahlt worden sein, informieren die Staatsanwaltschaft Hanau und das Landeskriminalamt (LKA) Hessen in einer gemeinsamen Mitteilung.

91 Tatverdächtige im Visier

Derzeit werde gegen 91 Tatverdächtige aus Hessen der Vorwurf wegen Bestechung und Bestechlichkeit erhoben, erklären die Behörden. Der Verdacht habe sich bei Ermittlungen gegen Mitglieder der berüchtigten Motorradgang Hells Angels ergeben, sagte ein Sprecher. Einer der Rocker gehöre zu den Eigentümern einer Sicherheitsfirma, in der Türsteher beschäftigt seien.

Hausdurchsuchungen in zehn Objekten

Beteiligt an den Ermittlungen ist das Landeskriminalamt in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit lägen keine Hinweise vor, dass hauptamtliche Mitarbeiter der IHK Neubrandenburg bestochen worden seien, stellt ein Sprecher klar. Allerdings könnte sich der Verdacht auch gegen einen oder mehrere ehrenamtliche Prüfer richten, so ein LKA-Sprecher. Er bestätigte Hausdurchsuchungen in insgesamt zehn Objekten in Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten jedoch keine weiteren Angaben zum laufenden Verfahren gemacht werden, so der Sprecher.

 

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