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Haltestellen mit Gefahrenpotenzial?

Ein Neubrandenburger hat sich Gedanken gemacht, warum es für Busse Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten in einem unbebauten Gebiet gibt. Er sieht darin eher eine Gefahr für Kinder.

Wenn der Bus an dieser Haltestelle hält, muss  die Straße überquert werden, um zu den Häusern zu gelangen. 
Bärbel Gudat Wenn der Bus an dieser Haltestelle hält, muss  die Straße überquert werden, um zu den Häusern zu gelangen. 

Als Autofahrer macht man sich kaum Gedanken um Bushaltestellen. Es sei denn, dass wie auf dem Ring – gefühlt – alle Busse gleichzeitig von den Haltestellen wegfahren oder man irgendwo warten muss, bis der Bus nach dem Aus- und Einsteigen weiterfährt.

Enrico Lange hat sich um zwei Bushaltestellen in Neubrandenburg Gedanken gemacht: Es betrifft die in der Lutizenstraße und am Steep aus der Bergstraße kommend in Richtung Bethanien-Center. Es gibt dort nur die Haltestellen und daneben ist unbebautes Gebiet. Enrico Lange war an einem Nachmittag gegen 16 Uhr, 16.30 Uhr unterwegs. „Vor mir hielt ein Bus und Schüler stiegen aus“, erzählt er. In der Dunkelheit seien die Kinder schlecht zu sehen gewesen. Da sich die Wohnhäuser alle auf der gegenüber liegenden Straßenseite befinden, mussten sie die Straße queren. Das Gleiche passierte auch an der zweiten Haltestelle Am Steep.

Stadt und Verkehrsbetriebe wollen Situation prüfen

Dann fuhr der Bus über den Kreisel vor dem Bethanien-Center zurück nach Fünfeichen. Auf dieser Straßenseite, an die das bebaute Wohngebiet grenzt, befinden sich auch zwei Haltestellen, etwa auf gleicher Höhe wie die auf der Straßenseite ohne Wohnhäuser. Für Enrico Lange ist klar, auf der Seite zum Wohngebiet hin könnten die Kinder gefahrloser aussteigen. Aus seiner Sicht sind die Haltestellen auf der unbebauten Straßenseite überflüssig.

Über Haltestellen entscheidet die Verwaltung auf der Grundlage von generellen Planungen und Bebauungsplänen, erläutert Rathaus-Sprecherin Doreen Duchow. Zum Vorschlag, die Bushaltestellen „Lutizenstraße“ und „Am Steep“ auf der unbebauten Seite zu entfernen und nur die zwei Haltestellen auf der gegenüberliegenden Seite zu belassen, damit die Schulkinder nicht auf der unbebauten Straßenseite aussteigen und so nicht die Lutizenstraße queren müssen, heißt es,  Stadt und die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe GmbH würden den Hinweis prüfen.