Dauercampen angesagt:

„Haus“ am See? Auf dem Zeltplatz ist was zu haben

In Gatsch Eck gehen Träume in Erfüllung. Denn als Dauercamper kommt man auf dem einzigen Zeltplatz am Tollensesee in den Genuss einer Bleibe am Wasser. Und der Platz wird erweitert.

So sieht Dauercampen aus: Milan und Carmen Dlesk aus Neubrandenburg - hier im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Heike Asmus (links) - verbringen mit Tochter Anna und Hund Samy ihre erste Saison auf dem einzigen Campingplatz am Tollensesee.
Anett Seidel So sieht Dauercampen aus: Milan und Carmen Dlesk aus Neubrandenburg - hier im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Heike Asmus (links) - verbringen mit Tochter Anna und Hund Samy ihre erste Saison auf dem einzigen Campingplatz am Tollensesee.

Ein Wohnwagen, der nicht mehr fährt. Dazu passende An-, Vor- und Überbauten und einen Vorgarten mit Zaun. Ein Gartenzwerg? Muss nicht sein. Wer jedoch das Dauercampen für sich entdeckt hat, entwickelt eine Leidenschaft, die nicht mehr los lässt. Auch Milan und Carmen Dlesk sind davon befallen. Sie sind neu in Gatsch Eck. Vor ihnen liegt ein Sommer direkt am Tollensesee. Camper waren sie noch nie. Aber jetzt sind die Neubrandenburger mit Tochter Anna und Hund Samy am Wochenende dabei. Genau wie die anderen 186 Mitglieder des Vereins der Naturfreunde Gatsch Eck.

Unter sich sind die Gatsch Ecker längst nicht mehr. Am Pfingstwochenende nutzten sie die Gelegenheit, um beim Tag der offenen Tür noch weitere Besucher vom Glück des Dauercampens zu überzeugen. Denn die Zukunft ist sicher, betont Vereinsvorsitzender Heiko Asmus. Dabei drohte dem Platz  die Auflösung. „Die Erbbaupachtfrage war nicht geklärt", sagt Heiko Asmus. Vor fünf Jahren hat der Verein angefangen, um die Existenz des Campingplatzes zu kämpfen. Die Landesforst hat die Rettungsaktionen unterstützt. Mit Erfolg. Jetzt sind die nächsten 50 Jahre gesichert. Und eine Platzerweiterung um 1,36 Hektar ist ebenfalls besiegelt – „Platz für 40 weitere Dauercamper", freut sich Heiko Asmus.

Neben den Dauercampern gibt es inzwischen auch genau so viele  Durchreisende. Der am weitesten gereiste Gast war wohl ein Australier. Schweizer und Holländer sind keine Seltenheit. Wer als Tagesgast Einlass begehrt, ist mit einem Euro dabei. Das ist immer wieder ein Kritikpunkt. Doch den ist es wert, sind die Naturfreunde überzeugt. Wer hierher kommt, kann sich  darauf verlassen, einen gepflegten Strand ohne Scherben vorzufinden und ordentliche Sanitäreinrichtungen. 

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