Noch keine Perspektive in der Johannesstraße:

Haus mit Geschichte sucht neuen Besitzer

Schöner ist es nicht geworden seit dem Verkauf, das Haus in der Johannesstraße 1. Investition war aber Auflage, deshalb ist es der Eigentümer jetzt wieder losgeworden.

Das Relief an dem historischen Gebäude entstand 1938.
Anke Brauns Das Relief an dem historischen Gebäude entstand 1938.

Eigentlich standen die Aussichten schon ganz gut, als ein Interessent sich vor vier Jahren in dem seit langem leer stehenden Haus in der Neubrandenburger Johannesstraße 1 ansiedeln wollte. Doch seither hat sich nichts Erfreuliches an der einstigen Bank für Handwerk und Gewerbe getan. Im Gegenteil, der Zustand des Hauseshat sich weiter verschlechtert. Da der Käufer damit seine Auflagen nicht erfüllte, wurde der Vertrag durch die Kommunale Entwicklungsgesellschaft „rückabgewickelt“. Demnächst soll das Haus erneut ausgeschrieben werden in der Hoffnung, dass ein Käufer es rettet und nutzt.

Denn es ist ein Gebäude mit Geschichte. Bevor zu DDR-Zeiten die Bank dort ihren Sitz hatte, war es bis zum Kriegsende der Sitz der Firma Jaeger. Die "Wilhelm Jaeger KG" war ein Betonwerk, Baubetrieb sowie Baustoff- und Kohlehandel. Der Familienbetrieb hatte auch eine Bauschmuck-Abteilung, in der der Bildhauer Wilhelm Hans Jaeger - unter anderem Erschaffer des Mudder-Schulten-Brunnens - halbtags arbeitete. Er schuf 1938 das Relief an der der Brücke zugewandten Fassade des Hauses. Jahrelang war es durch Bretter verdeckt. Auf Wunsch von Helwart Jaeger, der sich mit dem Leben und Werk seines Großonkels befasst, hat die KEG die Verbretterung entfernt, damit das Relief dokumentiert werden kann.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung