Weihnachtsgeschenk für die Stadt:

Haushalt 2014 ausgeglichen

Nach vielen Jahren hat die Stadtvertretung Neubrandenburg erstmals wieder einen ausgeglichenen Etat für das Folgejahr beschlossen. Hinter Abgeordneten und Rathaus liegt ein Kraftakt.

              
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Schon der 2013-er Haushalt hatte zwar eine Null am Ende, doch dieser Effekt wurde im Februar nur durch den „Trick“ einer Haushaltssperre geschafft, die wieder die altbekannte vorläufige Haushaltsführung zur Folge hatte. Nun aber ist alles anders. Am Donnerstagnachmittag gaben die Neubrandenburger Stadtvertreter einem Haushaltsplan für 2014 ihren Segen, der nicht nur ausgeglichen ist, sondern bei Einnahmen von rund 110 Millionen am Ende sogar einen Überschuss von rund 600 000 Euro aufweist. Auch das Haushaltssicherungskonzept wurde beschlossen.

Dieses Ergebnis war noch vor einigen Tagen nicht absehbar. Lange rangen die Stadtvertreter und die Rathausmitarbeiter mit einem Minus von 3,1 Millionen Euro, das nach der Planung der Kämmerei für 2014 noch übrig war. Am Ende konnte aber sogar noch die überfraktionelle Forderung der Stadtvertreter, im kommenden Jahr rund 250 000 Euro für Schulsozialarbeit und andere soziale Zwecke einzuplanen, erfüllt werden. Die vom Finanzausschuss geforderte „Liste der Grausamkeiten“, um das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes zu erreichen, war am Ende also doch nicht so grausam.

Das Ziel wurde unter anderem durch den geplanten Verkauf der Stadtwirtschaft und der Kranichschule an den Landkreis erreicht werden. Das Städtische Immobilienmanagement braucht dadurch 2,2 Millionen Euro weniger an Zuschüssen als geplant. Die Sparkasse Neubrandenburg/Demmin hat zudem ihre Gewinnausschüttung um 150 000 Euro auf 350 000 Euro angehoben. Auch das VZN bekommt rund 250 000 Euro weniger an Zuschüssen – möglich ist das, weil das HKB erst Ende des Jahres fertig wird.

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