Genossen wollen Sondersitzung:

Heute so, morgen so - das Theater der SPD zum Theater

Alles normal, versucht Fraktionschef Roman Oppermann zu beschwichtigen. Nach außen hin wirken die Sozialdemokraten aber nicht gerade souverän.

Der Bürger weiß nicht so richtig, was er von der Politik der Ratsfrauen und Herren in Sachen Theater halten soll. Vor allem die SPD-Fraktion erscheint reichlich wankelmütig.
Bernd Wüstneck/dpa Der Bürger weiß nicht so richtig, was er von der Politik der Ratsfrauen und Herren in Sachen Theater halten soll. Vor allem die SPD-Fraktion erscheint reichlich wankelmütig.

Kurz vor Ostern hat Hans-Jürgen Schwanke deutliche Worte für die Kollegen von SPD gefunden: "Das ist eine Eierei von der schlimmsten Sorte", meinte der  CDU-Fraktionsvize zur von der SPD beantragten Sondersitzung der Stadtvertretung zur Theaterreform. Der Kurs der Neubrandenburger SPD ist schwer nachzuvollziehen. Vor der Sitzung der Stadtvertretung am Donnerstag schienen die Genossen trotz Bauchschmerzen Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) zu folgen und damit der Fusion der Theater und Orchester GmbH (TOG) mit dem Theater Vorpommern Greifswald-Stralsund zustimmen zu wollen. Während der Sitzung die Kehrtwende: Fast die komplette Fraktion enthielt sich, so dass die Linke mit ihrem Antrag auf Vertagung des Themas  durchkam. Einen Tag später beantragte SPD-Fraktionschef Roman Oppermann eine Sondersitzung.

Stadtpräsidentin will nicht kommentieren

Stadtpräsidentin Irina Parlow bestätigte den Eingang des Antrags. Höchstwahrscheinlich findet die Sondersitzung am 9. April statt. Das Vorgehen der SPD wolle sie als Präsidentin nicht kommentieren. Oppermann bemühte sich am Montag, die SPD-Taktik zu rechtfertigen. Bei der Theaterreform handele es sich um ein schwieriges Thema. Dass der Finanz- und der Kulturausschuss vor der jüngsten Stadtvertretersitzung kein Votum abgegeben hätten, spreche dafür. Hinzu käme, dass Verwaltung und Linke am Donnerstag kurzfristig Änderungsblätter eingereicht hatten, die noch nicht allen Stadtvertretern bekannt gewesen seien, sagte Oppermann. Er bestätigte, dass er am Freitag mit Brodkorb telefoniert habe. Der Minister hatte am gleichen Tag via Nordkurier gedroht, eine Soforthilfe von mehr als 700 000 Euro nicht an das Theater auszuzahlen, so lange sich die Gemeindevertretungen nicht für zukunftssichere Theaterstrukturen ausgesprochen hätten.

 

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