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Hilfe für die Brand-Opfer läuft an

Das Feuer war schnell gelöscht. Aber der Brand am Sonnabendnachmittag  hat die Stromversorgung im Haus zerstört und die Heizung funktioniert nicht mehr. Mieter, die nicht bei Verwandten unterkommen konnten, fanden aber Helfer in der Not.

Die Stromkabel im Keller sind durchgeschmort.
Bärbel Gudat Die Stromkabel im Keller sind durchgeschmort.

Dieter Eckert hat sich einen Besen geholt und fegt Löschwasser aus dem stockdunklen Keller. Hier hat das Feuer richtig gewütet. Ein technischer Fehler sorgte nach jetzigen Erkenntnissen dafür, dass die Mieter des privat vermieteten Cölpiner  Mehrfamilienhauses ausziehen mussten. Kein Strom heißt in diesem Fall auch keine Heizung. Der Vermieter sei mit einer Elektrofirma  dagewesen, erzählt der Rentner. Wahrscheinlich werde es zehn Tage dauern, ehe der Schaden wieder behoben ist.

Es gibt noch jemanden, den der Brand am Sonnabend auch am Montag  beschäftigt - Cölpins Bürgermeister Joachim Jünger. Er wurde mit dem Sirenengeheul gleich von Feuerwehrleute zuhause abgeholt. Das Feuer war schnell gelöscht, erzählt  er. Die meisten  Bewohner fanden bei Freunden und Bekannten eine Unterkunft. Aber ein Rentnerehepaar wusste nicht wohin. "Die Frau sitzt im Rollstuhl und ihr Mann pflegt sie", berichtet der Bürgermeister. Rettungskräfte und Feuerwehr wandten sich an ihn. "Ich habe sie erst mal bei uns im Gemeindehaus untergebracht" sagt er. Dann sei er nach Hause gefahren, um im Telefonbuch nach Pflegeheimen zu suchen, denn er brauchte eine barrierefreie Unterkunft. "Ich habe in Pflegeheimen  Burg Stargard und in Neubrandenburg angerufen, aber dort hatte niemand Platz." 

Dann hatte er Glück. Auf dem Lindenberg gibt es ein Pflegehotel des Diakonie-Pflegedienstes, Sozialstation Burow.  Hier  wohnt das Ehepaar in einem Doppelzimmer. Ein junges Ehepaar meldete sich am Sonntag. "Dies bringen wir im Gemeindehaus unter."