Stadtvertreter beschließen Umgestaltung in der Waagestraße:

Hochhaus soll einem Neubau weichen

Noch einmal wurde diskutiert, dann entschieden die Stadtvertreter, was in der Innenstadt passieren soll.

An die Stelle des Hochhauses in der Waagestraße soll perspektivisch ein neues Gebäude, das sich harmonisch in die Innenstadt-Ansicht einfügt.
Jörg Franze An die Stelle des Hochhauses in der Waagestraße soll perspektivisch ein neues Gebäude, das sich harmonisch in die Innenstadt-Ansicht einfügt.

Die Neubrandenburger Stadtvertreter haben wie erwartet das Ende des Hochhauses in der Waagestraße eingeleitet. Mit der Mehrheit von 20 Stimmen bei zwölf Gegenstimmen und vier Enthaltungen schickten die Ratsherren und -frauen den Entwurf der 3. Fortschreibung des Städtebaulichen Rahmenplans Innenstadt auf die Reise durch die Instanzen. Darin wird das Ziel einer umfassenden Aufwertung der Waagestraße als wichtige Verbindung zwischen den beiden Hauptplätzen der Stadt, dem Markt- und dem Marienkirchplatz, formuliert. Der Wohnblock selbst wird als städtebaulicher Missstand hinsichtlich Kubatur, der Stellung im Straßenraum und der Erdgeschossnutzung bezeichnet. Im Klartext bedeutet das: Das jetzige Haus soll weichen, weil es einen Fremdkörper im Neubrandenburger Innenstadtbild darstellt. An seine Stelle soll ein kleineres Wohnhaus mit Einzelhandel, Dienstleistung und Gewerbe im Erdgeschoss, das sich harmonisch an die Nachbarbauten anschließt.

Abriss frühestens 2022

Das letztliche Ja der Stadtvertreter zum neuen Rahmenplan bedeutet jedoch kein schnelles Ende für das Haus. Zum einen können in der öffentlichen Auslegung des Entwurfs innerhalb eines Monats Bedenken, Anregungen und Hinweise eingebracht werden, die von der Stadt geprüft werden. Und selbst dann gibt es einen Zeitplan, der einen Abriss frühestens im Jahr 2022 möglich erscheinen lasse, wie Frank Benischke, Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) als Vermieter des Hauses sagte. Alle Mieter der Waagestraße würden in den kommenden Tagen detaillierte Informationen erhalten.

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Kommentare (1)

Dabei wäre hier mal eine Befragung der Neubrandenburger nötig wie sie ihre Innenstadt sehen. Schon mit den Neuen Konsumtempel haben die Ratsherren und Frauen nicht im interesse der Einwohner entschieden. Nun soll auch das Hochhaus weichen für noch mehr Läden. Dabei stellt sich sie Frage ob die Kaufkraft in der Region ausreicht. Und eines wird auch immer außer Acht gelassen, dass kaum jemand aus einem Einkaufscenter rauskommt und andere Läden in der Stadt zu besuchen. Aber warum soll das Hochhaus weichen nach einer Sanierung kann man sicherlich einen Ansprechende Fassade vorzeigen. Letzendlich darf in der Innenstadt nicht nur Luxuswohnraum entstehen. Und diesem Trend scheinen 20 Hanseln aus der Stadtvertretung zu folgen.