Wie weiter mit den Baumärkten:

Hoffnung für Praktiker und Bahr

Praktiker schließt 51 Baumärkte in Deutschland. Neubrandenburg zählt nicht dazu. Auch bei Max Bahr gibt es Anzeichen dafür, dass der Markt erhalten werden könnte.

In den Eingangsbereichen der Baumärkte werden die Kunden auf die rechtliche Situation hingewiesen. Foto: Segeth
In den Eingangsbereichen der Baumärkte werden die Kunden auf die rechtliche Situation hingewiesen. Foto: Segeth

Seit einigen Wochen weisen große Hinweisschilder an den Eingängen der beiden Neubrandenburger Baumärkte Max Bahr und Praktiker auf deren Insolvenz hin. Für die beiden  Märkte gibt es inzwischen leise Hoffnung, dass sie fortbestehen können. So teilt der Insolvenzverwalter der Praktiker-Märkte, der Hamburger Rechtsanwalt Christopher Seagon, mit, dass 51 Praktiker-Märkte in ganz Deutschland spätestens zum 31. Oktober geschlossen werden. Neubrandenburg gehört laut Insolvenzverwalter Seagon nicht zu diesen Standorten. 

Für die Max-Bahr-Baumärkte teilen die beiden vorläufigen Insolvenzverwalter, Jens-Sören Schröder und Christopher Seagon, mit, dass man nach intensiven Verhandlungen mit Lieferanten und Kreditgebern darauf geeinigt habe, dass die Max-Bahr-Märkte wieder mit neuer Ware beliefert werden können. Die Gehälter aller Angestellten, sowohl bei Praktiker als auch bei Bahr, seien bis einschließlich September über die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gesichert.

Mittlerweile besteht Verunsicherung bei vielen Kunden in Neubrandenburg, weil sie in den beiden insolventen Baumärkten keine Gutscheine mehr einlösen können oder die Märkte anscheinend keine Garantie mehr geben. Kai Larsen, Jurist bei der Verbraucherzentrale Neubrandenburg, sagt dazu auf Nachfrage des Nordkurier, dass der Insolvenzverwalter tatsächlich das Recht habe, die Auszahlung oder das Einlösen von Gutscheinen vor Ort in den Märkten zu stoppen. Man könne sich aber mit seinen Ansprüchen direkt an den Insolvenzverwalter wenden und dort in die Gläubigertabelle eintragen lassen.

Mit der Gewährleistung für in den Märkten gekauften Produkten sieht das etwas anders aus. Die gesetzlich verankerte Garantie kann nicht durch die Insolvenz eingeschränkt werden. Nur wird die Inanspruchnahme etwas komplizierter. Denn nun müsse man sich mit seiner Forderung direkt an den Hersteller wenden.

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