Todesbisse auf der Burg:

Huskys fallen über Herde her

Zwei Huskys ohne Leine haben auf der Burg Stargard Angst und Schrecken verbreitet: Sie übersprangen einen Stromzaun und rissen zwei Ziegen und ein Lamm. 

Zeugen des Geschehens auf der Burg fotografierten das Unglaubliche: Gut zu sehen ist, wie die Hunde über die Tiere herfielen.
privat Zeugen des Geschehens auf der Burg fotografierten das Unglaubliche: Gut zu sehen ist, wie die Hunde über die Tiere herfielen.

Unglaubliche Szenen haben sich offenbar vor gut einer Woche auf der Burg Stargard abgespielt: Wie jetzt bekannt wurde, haben zwei Hunde regelrecht Jagd auf Schafe und Ziegen gemacht, jene Tiere, die das Grün rund um die Burg fleißig kurz halten. Diese Hetze nahm ein blutiges Ende. Drei Tiere – ein Lamm und zwei Ziegen, davon eine tragend –  sind so schwer verletzt worden, dass sie erschossen werden mussten.

Wie eine Nordkurier-Nachfrage bei der Polizei ergab, hatte ein 56-jähriger Mann aus Waren seine beiden Huskys auf dem Gelände der Burg laufen lassen. Beide Hunde waren laut Polizei ohne Leine unterwegs, obwohl auf der Burg Leinenzwang gilt. Der Mann sei daraufhin in das ansässige Café gegangen, schilderte eine Polizeisprecherin. Die zwei Huskys rannten der Polizei zufolge nun unbeaufsichtigt zum Gehege der Ziegen, übersprangen den einen Meter hohen Stromzaun und trieben die Herde zunächst. „Wenig später fingen die zwei Hunde an, einige Ziegen zu reißen“, so die Sprecherin weiter. Nach Informationen des Nordkurier sollen andere Besucher der Burg auf die Hunde mit Steinen geworfen haben, um sie von den Tieren abzubringen. Vergeblich.

Hundehalter sieht es gelassen

Zeugen berichteten laut Polizei, dass der Hundehalter das Ganze „eher gelassen“ gesehen hat. „Auch die Polizeibeamten hatten den Eindruck, dass er sich der Tragweite seines Handels überhaupt nicht bewusst war“, erklärte die Sprecherin. Eine Mitarbeiterin des Cafés habe auch erzählt, dass sich der 56-Jährige öfter mit seinen Hunden auf der Burg aufhält. Er sei nie der Aufforderung gefolgt, die Hunde anzuleinen, obwohl er mehrfach angesprochen wurde, hieß es.

Christoph Ruchay vom Stargarder Ordnungsamt hat diesbezüglich jetzt ein Bußgeldverfahren angeschoben, wie er erklärt. Er wolle zudem sowohl das Ordnungsamt in Waren als auch das Veterinäramt des Landkreises einschalten.

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