:

In 20 Jahren so manches Haus für die Zukunft flott gemacht

Von unserem RedaktionsmitgliedAnke BraunsOb das Haus im Naturerlebnispark, die Turnhallen in Altentreptow oder Geschäftshäuser in der Altstadt – die ...

Hartmut (links) und Thomas Seelow führen das Bauunternehmen seit 20 Jahren, das an der Teetzleben Chaussee seinen Sitz hat. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

Von unserem Redaktionsmitglied
Anke Brauns

Ob das Haus im Naturerlebnispark, die Turnhallen in Altentreptow oder Geschäftshäuser in der Altstadt – die Gebrüder Seelow hatten ihre Finger in den vergangenen 20 Jahren vielerorts im Spiel.

Altentreptow.Wie gut, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, zum zehnten Geburtstag ein Album mit Bildern von Häusern zu füllen, an denen die Firma Gebrüder Seelow gebaut oder saniert hat. Jetzt, weitere zehn Jahre später, können Hartmut und Thomas Seelow aus dem Stegreif längst nicht mehr alle Objekte aufzählen, an denen sie mit ihrem Unternehmen tätig waren. Während sie in der kleinen Jubiläumsrunde im Firmensitz an der Teetzlebener Chaussee zum 20-jährigen Bestehen das Album durchblättern, kommt so manche Erinnerung hoch.
Zum Beispiel an den Anfang. Die beiden gelernten Baufacharbeiter waren zuvor beim VEB (K) Bau beschäftigt. Als sie 1993 ihre gemeinsame Firma aus der Taufe hoben, hatten sie ihre Büros zunächst jeder bei sich zu Hause. Das Firmenauto habe in der Garage ihrer Eltern in der Rudolf-Breitscheid-Straße gestanden, dann mieteten die beiden eine Scheune. Auch ein B 1000 wurde anfangs gemietet, um sperrige Sachen zu Baustellen zu bringen. Ein Fiat Transporter sei als Erstes angeschafft worden, erzählt Thomas Seelow. „Gestartet sind wir ganz allein, aber nach einem Monat hatten wir schon die ersten Angestellten“, sagt der 49-Jährige.
Die Firma wuchs, hatte in besten Zeiten bis zu 20 Mitarbeiter. Wie alle Baufirmen der Region erlebten auch die Seelows, die beide nach der Wende ihren Meister gemacht haben, nach dem Bauboom der 90-er Jahre magere Zeiten. Jetzt sind sie mit zwei Mitarbeitern zu viert und sehnen den Frühling herbei, damit es wieder richtig losgehen kann. „Damals hieß es noch, weiter als 60 Kilometer fährt man nicht, aber das hat sich mit der Zeit gegeben“, sagt Thomas Seelow. Während in den ersten Jahren noch viele Aufträge aus Altentreptow und Umgebung kamen, mussten die Bauleute später immer weitere Wege auf sich nehmen, haben in Wismar und Usedom, Berlin, Goslar und sogar Mainz gebaut. Das am weitesten entfernte Objekt sei in Neckargemünd nahe Heidelberg in Baden-Württemberg gewesen.
Zwar geht auf das Konto der Firma auch so mancher Neubau – wie der des Hauses im Naturerlebnispark Mühlenhagen –, aber vorwiegend habe man von Anfang an Sanierungen gemacht, sagt Hartmut Seelow. Putz- und Pflasterarbeiten, Schornsteinköpfe, Fußböden – man sei flexibel, so der 54-Jährige. Vielen Häusern in Treptow haben die Seelows bei Sanierungen ihren Stempel aufgedrückt, seien es Wohn- und Geschäftshäuser, Neubaublöcke, Turnhallen oder die Kirche. Und es werden in den nächsten Jahren wohl noch viele weitere dazukommen. Da lohnt es sich, ein neues Album anzufangen.