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In der Münze bleibt die Küche kalt

Ein Stück Mittelalter steht zum Verkauf. Wer auf der Burg Stargard in der "Alten Münze" einkehren will, kann sich den Weg sparen: Restaurant und Hotel sind zu. Die Besitzer suchen Interessenten.

Die Speisekarte ist weg, stattdessen wird darauf hingewiesen, dass Verkaufsverhandlungen laufen.
Anett Seidel Die Speisekarte ist weg, stattdessen wird darauf hingewiesen, dass Verkaufsverhandlungen laufen.

Die Türen in der "Alten Münze" sind geschlossen. In den Infokästen des Restaurant- und Hotelbetriebes wird darauf hingewiesen, dass Winterpause ist und Verkaufsverhandlungen laufen. Geht es nach den Vorstellungen der Besitzer, dann wird  sich noch in der Wintersaison ein neuer Besitzer finden. Wenn nicht, soll die Münze im Frühjahr trotzdem wieder geöffnet sein. "Wenn sich kein Käufer findet, dann verpachten wir wieder", verspricht Mit-Besitzer Owe Gluth.

Die Reißleine haben die Inhaber gezogen, nachdem der Betrieb unter verschiedenen Pächtern immer schlechter lief. Am Ende haben Owe Gluth und Bernd Werdermann als zweiter Inhaber Hotel und Restaurant mit einem Direktor selbst betrieben. "Wir müssen uns jetzt aber auf unsere Kerngeschäfte konzentrieren", verweist Owe Gluth. Der Geschäftsmann hat gleich drei Unternehmen, mit denen er unter anderem auf Anlagenbau setzt. Bernd Werdermann betreibt in Neustrelitz eine Gerüstbaufirma. Für ein weiteres Geschäftsfeld fehlt es an Zeit, begründet Owe Gluth. Außerdem sei es immer schwieriger geworden, Personal zu bekommen.

Die "Alte Münze" passt ins Stargarder Burgkonzept mit Standesamt, Krummem Haus, Restaurant und Hotel. "Besonders Hochzeiten wurden gut angenommen", weiß auch Owe Gluth. Er würde sich freuen, wenn sich ein Ehepaar findet, das den Betrieb gemeinsam betreibt. Wenn sich ein Käufer findet, müssen die Türen nur aufgeschlossen werden und das Geschäft kann wieder beginnen.