Großbaustelle in der Innenstadt:

In der Stargarder Straße geht's ans Eingemachte

Was ist 140 Meter lang und dazu noch sanierungsbedürftig? Richtig - der Abschnitt der City-Magistrale vom HKB bis zum Engels-Ring. Die Straße und ihre Fußwege sollen komplett neu hergerichtet werden. Das dauert und kostet auch richtig Geld.

Auf 140 Metern Stargarder Straße sollen ab August die Ärmel hochgekrempelt werden.
Thomas Beigang Auf 140 Metern Stargarder Straße sollen ab August die Ärmel hochgekrempelt werden.

Klappt alles mit den Planungen, kann schon im August Baustart sein. Dann soll es der alten Stargarder Straße und den ersten 35 Metern der Friedländer Straße in Neubrandenburg an den Kragen gehen. Auf sechs Metern Breite wird der Fahrweg neu gepflastert und auch die Gehwege links und rechts der Straße zwischen HKB und Bahnhofskreuzung sollen in neuem Glanz erstrahlen. Gemeinsam mit den Stadtwerken will die Stadt hier rund 800 000 Euro ausgeben.

Doch bei erneuerten unterirdischen Leitungen und neuer Pflasterung soll es nicht bleiben. Aus dem Rathaus heißt es, dass während der öffentlichen Auslegung der Baupläne etliche interessante Vorschläge zu hören waren, die aller Wahrscheinlichkeit nach Berücksichtigung finden können. So könne denkbar sein, in der Stargarder Straße eine Schnell-Ladestation für Hybrid- und Elektrofahrzeuge zu installieren. Standort-Favorit dafür ist gegenwärtig der Platz vor dem Computerladen. Gegenwärtig rollen 125 Neubrandenburger Hybrid- und elf Elektroautos durch die Stadt.

Einfahrt als Platz kenntlich machen

Finanziert werden könnte die Ladestation von den Stadtwerken, die ohnehin planen, sich eine kleine Elektro-Auto-Flotte anzuschaffen. Hier auch eine Möglichkeit zu installieren, E-Bikes wieder „aufzutanken“ wurde hingegen abgelehnt. Ladestationen für diese Fahrräder seien Bestandteil der Planungen für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, hieß es.

Die ersten 35 Meter der benachbarten Friedländer Straße werden nach dem Willen der Planer künftig platzartigen Charakter erhalten. Die Zufahrt in den südlichen Innenhof des Areals zwischen Optiker und Steakhaus soll verschwinden und einem Eingang nur für Fußgänger Platz machen.

Die Planungen für den Abschnitt gehen hingegen den Geschäftsleuten in dem Kietz nicht weit genug. Michael Kruse, Inhaber des Bio-Marktes an der Ecke Stargarder/Friedländer Straße, wünscht sich noch mehr. In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, während der die neuen Pläne vorgestellt wurden, sagte der Unternehmer, er und die Geschäftsleute in der Nachbarschaft wünschen sich, die Einfahrt in die Friedländer auch als „neuen Platz“ kenntlich zu machen. „Vielleicht sogar kreisförmig zu pflastern“, so Kruse.

Radler-Interessen nicht beachtet

Er und seine Nachbarn könnten sich auch sehr gut vorstellen. diesen Platz dann künftig zu „bespielen“  und dafür zu sorgen, dass der mit viel Leben erfüllt wird. Dem stehen aber wohl Vorschriften und Richtlinien im Wege. „Man kann nicht einfach das Straßenraster aufbrechen, um runde Plätze zu schaffen“, musste sich der Geschäftsmann vom Geschäftsführer der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft, Thomas Riemer, anhören.

Der sich auch gegen die Kritik wandte, in der neuen Stargarder Straße sei wieder nicht an Fahrrad-Fahrer gedacht worden. Die Straße, so unterstrich Riemer, wäre immerhin sechs Meter breit und hier könnten sich sogar Busse begegnen. Und mehr Rücksichtnahme aufeinander, so Riemer, schade den Neubrandenburgern ganz bestimmt nicht.

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Kommentare (1)

"City-Magistrale" ... naja ... ;-)