Tot auf der Kanzel entdeckt:

Jäger stirbt an Schuss aus eigenem Gewehr

War es ein tragischer Unfall oder ein Suizid? Ein 50-Jähriger ist während einer Treibjagd in einem Wald bei Datzetal erschossen auf einem Hochsitz gefunden worden.

Die Treibjagd bei Pleetz endete für einen Jäger tödlich.
Eckhard Sack Die Treibjagd bei Pleetz endete für einen Jäger tödlich.

Am Sonnabend fielen düstere Schatten über das Treiben im Wald bei Pleetz. Ein 50-jähriger Mann aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hatte ebenfalls an der Treibjagd teilgenommen.

"In den frühen Morgenstunden hatte er seine zugewiesene Position auf einem Hochstand eingenommen", beschreibt die Polizei die Ereignisse vom Tag. Als sich der Mann am Ende der Treibjagd nicht an der vereinbarten Sammelstelle einfand, wurde der Hochstand kontrolliert und der Jäger mit einer Schussverletzung im Kopfbereich aufgefunden. Der herbeigerufene Notarzt hat nur noch den Tod des Mannes feststellen können. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Der Schuss sei aus der eigenen Waffe des Mannes, einem Jagdgewehr, gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. "Wir gehen derzeit von einem Jagdunfall aus." Ein Suizid könne aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Rund 70 Schützen finden sich traditionell zu der Jagd, die immer Anfang Dezember stattfindet, ein. Die Jäger kommen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Etwa 1000 Hektar werden bejagt. In Jägerkreisen machte die Meldung von dem tragischen Tod des Jägers sofort die Runde. Jagdunfälle sorgen immer wieder für Schlagzeilen. In der Region jedoch sei so etwas noch nie vorgekommen.

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