Wohl vergebens: :

Jobcenter will Geld zurück

Eine Frau soll zu Unrecht "Stütze" kassiert haben, obwohl sie ein paar Wochen jeden Tag ein paar Stunden arbeiten ging. Wie sieht das ein Gericht?

Hat die Angeklagte für ihren Job im Café Geld erhalten oder nicht? Vor Gericht konnte die Frage nicht eindeutig geklärt werden. 
Marc Tirl Hat die Angeklagte für ihren Job im Café Geld erhalten oder nicht? Vor Gericht konnte die Frage nicht eindeutig geklärt werden. 

Eine 37 Jahre alte Frau ist vom Amtsgericht in Neubrandenburg vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen worden. Geklagt hatte das Jobcenter Neubrandenburg, weil die 37-Jährige Geld zum Überleben vom Amt erhielt, obwohl sie doch in dem strittigen Monat gearbeitet und Lohn erhalten haben soll. Insgesamt ging es um 192,40 Euro, die das Jobcenter zurückforderte. 

Im Oktober 2012 soll die Angeklagte Neubrandenburgerin zu viel Unterstützung kassiert haben. Aber – in genau dem Monat habe sie stundenweise als Kellnerin in einem Café gearbeitet und 320 Euro verdient, argumentierte die Anklage. Die Summe hat das Jobcenter erfahren, als bei dem ehemaligen Arbeitgeber nachgefragt wurde. Die Frau auf der Anklagebank bestritt hingegen, damals Geld erhalten zu haben. Einen Arbeitsvertrag gab es nicht, nur mündliche Versprechungen. Der frühere Chef erklärte als Zeuge, er habe gezahlt, wisse aber nicht, ob bar oder per Überweisung.

Aussage steht gegen Aussage, die Beweise sind dürftig – nur die Vermutungen des Ex-Chefs, wohl gezahlt zu haben. Unbeantwortet bleibt die Frage, warum sich die Angeklagte seinerzeit im Herbst 2012 denn nicht gegen den fehlenden Lohn gewehrt hat.

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