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Jurist zieht Zorn der Sharks auf sich

Ein vermeintliches Gratis-Mahl für Migranten rief einen Anwalt auf den Plan. Die Schilderung auf seinem Facebook-Account hätte er aber besser lassen sollen.

Die Tollense Sharks wehrten sich gegen einen unberechtigten Vorwurf.
NK-Archiv Die Tollense Sharks wehrten sich gegen einen unberechtigten Vorwurf.

Mit einem Beitrag auf der Internet-Plattform Facebook hat ein Neubrandenburger Rechtsanwalt kontroverse Reaktionen und einen Widerspruch seitens der Tollense Sharks herauf beschworen. Auf seinem Account hatte der Jurist eine Beobachtung geschildert, der zufolge ein „junger Mann, bei visueller Betrachtung höchstwahrscheinlich arabischer oder auch nordafrikanischer Abstammung“ bei einem Fleischerei-Imbiss seinen Einkauf nicht bezahlen, sondern nur eine Unterschrift in einem Buch leisten musste. Er gehe „davon aus, dass der deutsche Steuerzahler das übernimmt“, postete der Anwalt und ergriff Partei für seine Landsleute, „die nicht täglich essen gehen, sondern sich aus Kostengründen belegte Brote mit zur Arbeit nehmen“.

Fleischerei versorgte Gastspieler

Neben einigen bestärkenden Kommentaren erntete er indessen auch Reaktionen aus dem Football-Team der Tollense Sharks. „Schon mal über Sportförderung nachgedacht?“, fragte einer. Als Sponsor der Sharks spendiert nämlich die Landfleischerei Torney aus Pripsleben den drei US-amerikanischen Gastspielern des Teams zweimal wöchentlich ein Mittagessen. Für die Verpflegung komme mitnichten der Staat auf.

Auf diese Reaktion hin hatte der Rechtsanwalt auf seiner Facebook-Seite zunächst Kommentare gelöscht und die Kommentarfunktion gesperrt, seinen ursprünglichen Beitrag aber stehen gelassen. „Hier wird mit Vorsatz eine Lüge verbreitet“, monierten die Sportler. Offenbar kam es letztlich zu einer Übereinkunft: Am Dienstagnachmittag hatten sowohl der Jurist als auch die Sharks die Beiträge von ihren Seiten entfernt.