Hunde-Demo:

Kaum Zuspruch für tierischen Protest

Den Hundebesitzern in Neubrandenburg reicht es. Für ihre Vierbeiner fordern sie mehr freie Flächen. Das sollte  bei einer Demo deutlich werden. Jetzt muss sich der Initiator eine andere Frage stellen.

Und immer schön an der Leine lassen. Neubrandenburger Hundebesitzer fordern mehr Freilaufflächen für ihre Vierbeiner.
Und immer schön an der Leine lassen. Neubrandenburger Hundebesitzer fordern mehr Freilaufflächen für ihre Vierbeiner.

Nur rund 25 Hundehalter hatten sich mit ihrem Vierbeiner zum Stargarder Tor aufgemacht. Sie fordern mehr Freilauffläche für des Menschen liebstes Tier. Doch dem Herr der Veranstaltung, Ingo Gille, war das nicht genug. „Anscheinend scheint es den Neubrandenburgern doch kein so großes Bedürfnis zu sein, wie man immer hört“, beklagt der Stadtvertreter die geringe Resonanz. Ob er sich nun weiter für die Vierbeiner einsetzt, lässt er offen.

Den Zuspruch der Hundehalter, die gekommen waren, hat er allerdings. „Die Aktion ist super“, sagt Frank Schemming vom Tierschutzverein Neubrandenburg. „Unter der Woche haben wir gar keine Zeit irgendwo hinzufahren, wo der Hund frei laufen darf“, beschwert er sich. Er fordert, dass auch in Innenstadtnähe eine Freilaufzone für die Vierbeiner geschaffen wird. „Ein Hund braucht für eine artgerechte Haltung Auslauf“, sagt Frank Schemming – und dafür benötige er Platz.

In Neubrandenburg gibt es derzeit nur zwei Freilaufflächen, eine am Reitbahnsee und eine auf dem Datzeberg. „Das ist viel zu wenig“, beklagt Sarah Saß, die mit ihrer Hündin Leika vor Ort war. Zudem würde an den Flächen nur ein Beutelhalter stehen und der sei ständig leer. „Und dafür muss ich 96 Euro zahlen?“, lässt sie ihren Ärger freien Lauf.

Mit dem eingenommenen Geld könnte die Stadt immerhin die Flächen einzäunen und so den Hunden den nötigen Platz geben, sagt Ingo Gille. Doch die Stadt tue erst etwas, wenn etwas passiert.

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