Tödlicher Bade-Unfall in Neubrandenburg:

Kein Anzeichen von Gewalt bei Marcus B.

Gerichtsmediziner haben den im Augustabad ertrunken Jungen obduziert und eine eindeutige Todesursache benannt.

Blumen und Kerzen sind an der Stelle abgelegt, wo Marcus B. gefunden wurde.
Ingmar Nehls Blumen und Kerzen sind an der Stelle abgelegt, wo Marcus B. gefunden wurde.

Der 16-jährige Neubrandenburger Marcus B., dessen Leiche am Montag nach mehrtägiger Suche am Augustabad gefunden worden war, ist zweifelsfrei er­trunken. Dies habe die ­Obduktion am Greifswalder Institut für Rechtsmedizin ergeben, bestätigt Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Es gebe keinen Hinweis auf einen Unfall, wie etwa ein Aufschlagen auf der Badeplattform. Auch Gewalteinwirkung durch eine andere Person könne ausgeschlossen werden.

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte Zeisler weiter. Die Staats­anwaltschaft sehe aber auch nach der Befragung von Zeugen keine Veranlassung, gegen die zur Zeit von Marcus’ Verschwinden Dienst habenden Rettungsschwimmer zu ermitteln.

Am Freitagnachmittag war Marcus mit Freunden im Neubrandenburger Augustabad gewesen. Als er vom Baden nicht zurückkam, seine Sachen aber noch am Strand lagen, wurde die Polizei verständigt. Die suchte dann drei Tage lang mit Fährtenhunden, Tauchern, Boot und Hubschrauber vergeblich nach dem Jungen. Am Montag entdeckten Spaziergänger seine Leiche, die in Ufernähe des Augustabads auf dem Wasser trieb.