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Keinen Kopf für Revanche-Gelüste

VonRoland GutschundEckard BerndtMit kleinem Kader gehtFußball-Verbandsligist1. FC Neubrandenburg 04 II ins Heimspiel gegen den Torgelower SV Greif II.In der ...

Die Friedländer um Christian Hasenjäger (rechts) peilen im Heimspiel gegen den FSV Mirow/Rechlin die Siegpunkte an.  FOTO: E. Berndt

VonRoland Gutsch
undEckard Berndt

Mit kleinem Kader geht
Fußball-Verbandsligist
1. FC Neubrandenburg 04 II ins Heimspiel gegen den Torgelower SV Greif II.
In der Landesliga ist der TSV Friedland gegen den FSV Mirow/Rechlin favorisiert.

Neubrandenburg/Friedland.Über so etwas wie
„Wiedergutmachung“ oder eine „Revanche“ macht sich Jens Harbarg, Trainer der
Verbandsliga-Fußballer vom
1. FC Neubrandenburg 04 II, derzeit „herzlich wenig Gedanken“. Vor der Heimpartie morgen (14 Uhr/Stargarder Bruch) gegen den Torgelower SV Greif II bringt ihn nicht die 1:5-Packung aus dem Hinspiel ins Grübeln – die momentan dramatische Personalsituation in seiner Mannschaft dafür umso heftiger.
Martin Wagner (Adduktorenverletzung) und Mario Kusturin (Nierenstein-Behandlung) stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Immerhin gibt es zwei Lichtblicke: „Johannes Jandt hat nach seiner Sprunggelenk-Sache in dieser Woche trainiert und kann wohl spielen. Und bei Christoph Lukesch, der lange wegen einer Bänderdehnung fehlte, gibt es die Hoffnung, dass er als Reservist dabei sein kann“, so Harbarg.
Der Coach verfällt nicht in Pessimismus: „Es ist eine stressige Phase, aber da müssen wir alle gemeinsam durch. Die Jungs, die fit sind, müssen für die angeschlagenen mitkämpfen.“ Ein Remis, wie zuletzt unter ähnlichen Kader-Bedingungen in Grimmen (3:3), sei auch für den Kick gegen Torgelows Regionalliga-Reserve das Mindestziel. „So würden wir unseren Punkt Vorsprung auf den Gegner halten“, liebäugelt der
40-jährige Trainer aber auch mit einem Sieg, zumal vor heimischem Publikum. Die FCN-Zweite ist mit 22 Punkten der Tabellensechste, Torgelow II nimmt mit 21 Zählern den 8. Rang ein.
Mit der Favoritenrolle muss unterdessen der TSV Friedland 1814 als Landesliga-Ost-Spitzenreiter im Heimspiel morgen (14 Uhr) gegen den elftplatzierten FSV Mirow/Rechlin leben. Kein Grund, die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen.
„Wir nehmen jeden Gegner ernst. Meine Mannschaft wird von Beginn an volles Tempo gehen. Schludrigkeiten wie zu Beginn des Spiels gegen Pasewalk will ich nicht mehr sehen“, macht TSV-Trainer Heinz Dahms eine klare Ansage. Dass die Mirower in den letzten Wochen Formschwankungen zeigten, hat der Coach registriert: „Das nehmen wir zur Kenntnis, mehr nicht. Ein Achtungszeichen setzte der Gegner zuletzt immerhin mit dem 1:1 gegen die TSG Neustrelitz II“, warnt Dahms seine Truppe vor Selbstüberschätzung.
Während die Friedländer mit der stärksten Formation in die Partie gehen werden, haben die Gäste mit einer eher misslichen personellen Lage zu kämpfen. „Abwehrchef Marco Burchert fällt wegen der 5. Gelben Karte aus. Karsten Liedtke, Tim Ziemer und Roman Mietz fehlen aus gesundheitlichen Gründen. Wir werden als krasser Außenseiter aber alles versuchen und die Partie nicht kampflos aus den Händen geben“, sagte FSV-Coach Joachim Kittendorf.