Tipps für Datzeberg-Grundschüler:

Kinder fit gemacht für Umgang mit Fremden

Was mache ich, wenn mich ein Fremder anspricht? Nach dem Vorfall mit einer Siebenjährigen hat eine Polizistin den Datzeberg-Schülern viele Hinweise gegeben.

Zwei Armlängen Abstand halten zu Fremden – Präventionsbeamtin Ulrike Panster erklärte den Grundschülern auf dem Datzeberg, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält.
Anke Brauns Zwei Armlängen Abstand halten zu Fremden – Präventionsbeamtin Ulrike Panster erklärte den Grundschülern auf dem Datzeberg, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält.

Auch wenn’s nicht brennt: „Hilfe, Feuer!“ zu schreien, kann nützlich sein. „Hilfe“ würden Kinder schließlich auch beim Spielen hin und wieder rufen – wer weiß, ob’s dann im Ernstfall einer ernst nimmt. Probeweise sollen sie es ruhig mal auf dem Schulhof laut schreien, rät Ulrike Panster den rund 160 Mädchen und Jungen der Grundschule auf dem Datzeberg.

„Viele Schauergeschichten“

Die Präventionsberaterin der Polizeiinspektion Neubrandenburg war am Montag früh in der Schule zu Gast. Nachdem ein Vorfall, bei dem ein Fremder eine Siebenjährige ansprach und zum Mitkommen aufforderte, viele Familie verunsichert hat, gab sie den Kindern viele Tipps für solche Situationen. Im Sachkundeunterricht war das auch schon Thema. Sie hoffe, dass die Kinder nun etwas ruhiger und sicherer sind, sagt Schulleiterin Ina Friese. Denn nach dem Vorfall gab es die wildesten Gerüche, „viele Schauergeschichten“ über weitere ähnliche Vorkommnisse machten die Runde, „aber sie sind fast alle nicht wahr“, betont sie.

In Gruppen von der Schule zum Hort

Neben Ulrike Panster war auch der zuständige Kontaktbeamte des Polizeihauptreviers Klaus-Dieter Nitz in der Schule dabei. Er versucht, zurzeit auf dem Datzeberg besonders präsent zu sein. Er hat die Schüler vor allem im Blick, wenn sie nach der Schule zum Hort gehen. „Meistens gehen sie jetzt in kleineren oder größeren Gruppen“, sagt er zufrieden. Die Schule ist mit den beiden Kindereinrichtungen im Gespräch, weil nicht alle Erstklässler von Horterziehern an der Schule abgeholt werden. Die Eltern haben da aber auch Verantwortung, betont Ina Friese.

Nichts schenken lassen!

Möglichst nicht allein zu gehen, ist auch ein wichtiger Tipp von Ulrike Panster. Und sie hat noch viele weitere Hinweise parat: mindestens eine doppelte Armlänge Abstand zu Fremden halten, nie in fremde Autos steigen, sich nichts von Fremden schenken lassen, „auch wenn Ihr es noch so gern haben wollt“, sich nicht ausfragen lassen, sich nicht mit Süßigkeiten, Spielzeug oder Tierkindern locken lassen, sich an Uhrzeiten halten, die mit den Eltern vereinbart wurden, den sichersten Weg nehmen und mit den Eltern reden, „wenn Euch was Komisches passiert ist oder Euch was aufgefallen ist“. Keinesfalls aber sollten sie sich Geschichten ausdenken, mahnt Ulrike Panster mit Blick auf die brodelnde Gerüchteküche auf dem Berg.

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