Kompromissangebot ausgeschlagen:

Kleingärtner wollen Schiedsstelle anrufen

Der Streit um einen Durchgangsweg, der nach 47 Jahren plötzlich verschlossen ist, ist nicht beendet. Die benachteiligten Gartenfreunde wollen sich jetzt professionelle Hilfe holen.

Dicke Fahrradschlösser sichern das verschlossene Tor.
Andreas Segeth Dicke Fahrradschlösser sichern das verschlossene Tor.

Gärtner der Kleingartenanlagen „Steepenblick“ und „Gute Hoffnung“wollen ein Schiedsgericht einschalten, um den Streit über ein Wegerecht zu schlichten. Ein Gespräch mit Sabine Müller, Vorsitzende des Kleingartenvereins „Steepenweg“, das in dieser Woche stattfand, ergab keine Lösung. Müller hatte im November einen Gartenweg verschlossen, der seit 1967 Gärtnern des „Steepenblick“ und der „Guten Hoffnung“ den Weg zu ihren Gärten ermöglichte. Viele der meist älteren Kleingärtner müssen nun einen Umweg nehmen - über den „Kuckucksweg“ beziehungsweise über die Neustrelitzer Straße.

Sabine Müller beruft sich dabei auf das Hausrecht ihres Vereins.  Sie will vermeiden, dass auf diesem rund 70 Meter langen Weg Müll und Hundekot landen, der nach ihrer Ansicht von den Gärtnern der beiden anderen Gartensparten verursacht wird.

Gisela und Ehrenfried Strasen, die sich beide im Vorstand des „Steepenblick“ engagieren, sowie Jürgen Bayer und Ulrich Neumann, die ebenfalls ihre Gärten im „Steepenblick“ und in der „Guten Hoffnung“ haben, bezweifeln diesen Vorwurf. Dennoch unterbreiteten sie das Angebot, falls dort tatsächlich Unrat anfallen sollte, diesen regelmäßig zu beseitigen. Darauf ging Sabine Müller allerdings nicht ein.

Der Regionalverband halte sich  aus dem Streit leider heraus, bedauern die Eheleute Strasen, Ulrich Neumann und Jürgen Bayer. Deshalb wollen sie nun eine Schiedsstelle einschalten.

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Kommentare (1)

Wir haben die gute Frau Müller kennengelernt, als wir uns dort einen Garten angeschaut haben. Alleine schon Ihre Forderungen, was und wie alles gemacht werden sollte, kam uns sehr suspekt vor. Wir sind froh, daß wir uns dort keinen Garten genommen haben. Die Gute lebt in ihrer eigenen Welt. Es sieht dort so aus, daß nicht der Vorstand und die Gemeinschaft das Sagen haben, sondern nur sie alleine (Alleinherrschaft). Einfach abwarten und die Mitglieder haben die Möglichkeit, bei der nächsten Vorstandswahl, ihr einen Denkzettel zu verpassen.