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Klimarat sucht noch Mitstreiter

VonBärbel GudatEs geht um fachkundige Akteure, die in den Arbeitsgruppen Energie, Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit mitarbeiten ...

Robert Roloff von der Fachhochschule Stralsund, stellte erste Daten der Ist-Analyse für das Klimakonzept vor.  FOTO: Bärbel Gudat

VonBärbel Gudat

Es geht um fachkundige Akteure, die in den Arbeitsgruppen Energie, Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit mitarbeiten wollen.

Neubrandenburg.Schwerin hat schon eins und auch Stralsund: ein Klimaschutzkonzept. Neubrandenburg will bis zum Jahresende nachziehen und profitiert dabei von den Stralsunder Erfahrungen. Die Arbeit des im Februar gegründeten Neubrandenburger Klimarates wird wissenschaftlich begleitet von der UmweltPlan GmbH Stralsund, der Fachhochschule Stralsund und dem Umweltbüro Nord. Robert Roloff, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Schule, stellte bei der dritten Beratung des Klimarates erste Ergebnisse der Neubrandenburger CO2-Startbilanz dar. Danach würde Neubrandenburg mit etwa 9 Tonnen Kohlendioxid je Einwohner und Jahr im Vergleich mit Stralsund mit 7 Tonnen nicht so gut aussehen.
Deutlich wurde aber in der Diskussion, dass die Werte noch nicht vergleichbar sind, da in Neubrandenburg eigener Strom produziert wird, der auch exportiert wird. Die Ausgangswerte müssen deshalb noch differenzierter betrachtet werden. Dass diese durchaus besser ausfallen könnten, machte anschließend ein Vortrag von Olaf Häusler von den Neubrandenburger Stadtwerken deutlich. Bei der Stromproduktion kann sich die Kohlendioxidemission durchaus sehen lassen. Liegt diese in ganz Deutschland bei durchschnittlich 503 Gramm, kommen die Stadtwerke auf 236 Gramm. Eine effiziente Stromproduktion ist durch das eigene GUD-Heizkraftwerk möglich. Der Wirkungsgrad liegt in Neubrandenburg bei 81 Prozent. Ähnlich große Kohlekraftwerke haben nur einen Wirkungsgrad von etwa der Hälfte. Neben der Versorgung mit Gas, Wasser und Fernwärme gehören auch der Stadtverkehr, die Schwimmhalle und das Krematorium zu den Geschäftsfeldern der Stadtwerke. „Alles sehr energieintensive Prozesse“, verdeutlichte Olaf Häusler. Hier wird es im Verlauf der weiteren Diskussion um die Frage der Energie-Effizienz gehen.
Der Klimarat arbeitet in den Arbeitsgruppen Energie, Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sollen Fragen erörtert werden wie: Womit können wir die Energieeffizienz der Wohngebäude verbessern oder wo können energiesparende Leuchtmittel zum Einsatz kommen?
Für die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen sucht der Klimarat noch fachkundige und engagierte Mitstreiter. Jeder, der Lust hat, sich einzubringen, kann sich bei der Stadtverwaltung (Frank Renner Tel. 555-2434 Abteilung Wirtschaft, Stadtentwicklung und Wohnen) melden.

Kontakt zur Autorin
b.gudat@nordkurier.de