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Koffer stehen lassen kann teuer werden

Für den Mann, der am Bahnhof einen Polizeieinsatz auslöste, muss die ganze Sache noch längst nicht zu Ende sein.

Eine Dreiviertelstunde musste am Dienstag der Bahnhof gesperrt werden. 
Anke Brauns Eine Dreiviertelstunde musste am Dienstag der Bahnhof gesperrt werden. 

Gar nicht unwahrscheinlich, dass die Bundespolizei dem Mann, der am Dienstag auf dem Neubrandenburger Bahnhof einen Polizeieinsatz auslöste, eine gepfefferte Rechnung präsentiert. Sollte sich während der Ermittlungen herausstellen, dass der Reisende, der seinen Koffer ohne Aufsicht längere Zeit auf dem Bahnsteig stehen ließ, dabei grob fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt habe, könnten ihm die Kosten durchaus in Rechnung gestellt werden, sagte die Sprecherin der zuständigen Bundespolizeiinspektion Stralsund, Uta Bluhm. Denn es werde immer wieder regelmäßig durch Durchsagen darauf hingewiesen, keine Gepäckstücke herumstehen zu lassen. „Ein herrenloser Koffer erregt nun mal verdacht“, so die Polizeisprecherin.

Wegen dieses Koffers auf dem Bahnsteig musste am Dienstag der Bahnhof längere Zeit gesperrt werden. Züge wurden aufgehalten und Reisende am Betreten des Bahnhofs gehindert. Eine Streife der Bundespolizei hatte den Koffer auf dem Bahnsteig entdeckt, die Sperrung veranlasst und nach der Herkunft des Gepäckstücks geforscht. Zudem wurden Sprengstoffsuchhunde angefordert. Die Hundeführer kamen jedoch schon nicht mehr zum Einsatz. Aufmerksam geworden durch die Sperrungen und Befragungen, meldete sich der Besitzer des Koffers. Er habe das Gepäckstück nur kurze Zeit stehen lassen wollen. Die Sperrungen konnten nach einer dreiviertel Stunde aufgehoben werden.

Kommentare (1)

Genausogut kann man auf Parkplätzen oder in Parkhäusern verfahren, wer Fahrzeuge unbeaufsichtigt lässt handelt grob fahrlässig, verursacht Sperrung des Parkplatzes, Anforderung von Sprengstoffsuchhund und eine Rechnung durch die Polizei.