Aufatmen bei Vogelschützern:

Kommt verletzter Schwan vom See über den Winter?

Ein durch Angelsehne abgeschnürter Zeh behindert die Vogelmutter am Tollensesee beim Schwimmen und Laufen. Doch mittlerweile sind Ornithologen optimistisch, dass sie damit leben kann.

Trotz des verkrüppelten Fußes kann die Schwanenmutter am Tollensesee wieder schwimmen und laufen.
Klaus-Jürgen Donner Trotz des verkrüppelten Fußes kann die Schwanenmutter am Tollensesee wieder schwimmen und laufen.

Trotz ihrer schweren Verletzung kann die Schwanenmutter vom Tollensesee wieder schwimmen und laufen – nach unruhigen Monaten lässt diese Nachricht nun die Neubrandenburger Tierfreunde wieder ruhiger schlafen. Schließlich waren sie voller Sorge, nachdem die Mutter von sechs Jungschwänen durch Angelsehnen schwer verletzt worden war.

Schließlich hatten die Sehnen, in denen das Tier sich verheddert hatte, sogar einen Teil des rechten Fußes abgeschnürt. Der mittlere Zeh und die benachbarten Schwimmhäute sind unwiederbringlich verloren. Das behindert die Schwänin nicht nur beim Laufen, sondern auch, um beim Schwimmen zu steuern und um zum Flug abzuheben. „Aber mit diesen Einschränkungen wird sie leben können“, stellt Klaus-Jürgen Donner von der Neubrandenburger Fachgruppe Ornithologie erleichtert fest.

Vogelfreunde befürchten ähnliche Szenarien

Die Gefahr, dass das verkrüppelte Tier den Winter nicht überleben könnte, sei gebannt. Auch der Jungvogel, an dem im Sommer ebenfalls eine Behinderung am Bein beobachtet worden war, habe sich gut entwickelt und sei flügge geworden.

Allerdings befürchten die Ornithologen, dass sich im nächsten Jahr ähnliche Dramen wiederholen könnten. Jedes Jahr aufs Neue müssen sie um Wasservögel bangen, die sich in zurückgelassenen Angelsehnen verheddern. Immer wieder werde deshalb an die Angler appelliert, Rücksicht zu nehmen.

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