Oststadt-Bewohnerin ergrimmt:

Kontrollen gegen Rüpel-Radler gefordert

Radfahrer rollen auch am Oststadt-Kreisel trotz Verbots über die Zebrastreifen. Die Polizei sieht aber hier keinen Unfallschwerpunkt.

Der Zebrastreifen ist Fußgängern vorbehalten, aber nicht alle Radfahrer steigen ab.
Anke Brauns Der Zebrastreifen ist Fußgängern vorbehalten, aber nicht alle Radfahrer steigen ab.

„Rüpel-Radler steigen nicht mal am Zebrastreifen ab“ – was der Nordkurier vor wenigen Tagen vermeldete, kann Christiane Bandlow aus der Neubrandenburger Oststadt nur bestätigen. Sie wohnt in der Nähe eines Kreisverkehrs und beobachtet täglich, dass über die vier Zebrastreifen auch Radfahrer rollen. „Die gucken nicht links und nicht rechts, da hat’s auch schon gekracht“, erzählt sie. Sie selbst steige am Fußgängerüberweg immer vom Rad und fragt: „Warum kontrolliert da keiner?“

Bisher ist der Kreisel kein Unfallschwerpunkt, begründet Verena Splettstößer, Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg. Seit Januar 2012 habe es dort ganze drei Unfälle gegeben, ohne Verletzte, und in keinem Fall waren Fußgänger betroffen. Die Polizei intensiviere ihre Überwachungsmaßnahmen, „sobald sich ein Bereich als Unfallschwerpunkt herauskristallisiert, aber das ist hier momentan nicht der Fall“, erklärt die Polizeisprecherin. Die meisten Kontrollen gebe es vor Schulen, Kitas, in verkehrsberuhigten Bereichen. Nichts destotrotz sei die Vorschrift für den Fußgängerüberweg eindeutig: Radfahrer müssen anhalten und schieben, weil der Zebrastreifen ausschließlich Fußgängern vorbehalten sei.

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Kommentare (3)

Dieser gleiche gefährliche Fahrradwahnsinn gilt für den Kreisel im Jahnviertel. Insbesondere aus Richtung Bachstraße kommend fliegen die Fahrräder über den Zebrastreifen Jahnstraße in die Robert-Blum-Straße. Gerade früh morgens zu Schulbeginn. Ist nur eine Frage der Zeit, wann es kracht. Als Autofahrer rechne ich dann mit Teilschuld. Das viele Fahrräder zu dem unbeleuchtet sind...anderer Artikel. Eltern, welche ihre Kinder mit solchen Fahrrädern los lassen sollten auch Teilschuld kriegen.

Die polizei hat kein interesse sich mit diesen kleinen delikten auseinanderzusetzen. Radfahrer sind meist schneller unterwegs wie die polizei selber, lieber widmet man sich den unbeholfenen kleinen mit erhobenen zeigefinger, aslo den schwächsten da hat man eine hohe erfolgsquote. gegen die radler ohne bremsen und licht sind die beamten eh machtlos wenn sie über die straßen fahren und sich gegen jede regel auf gehwegen bewegen und fußgänger bedrängen. vileleicht sollten sie mal bei den beschäftigeten in fahrradgeschäften nachsehen wie es um deren mobilität bestellt ist... da wird man fündig...

"Die meisten Kontrollen gebe es ...., in verkehrsberuhigten Bereichen." Ich habe schon Jahre keine Kontrollen der Polizei in der Lindenstraße gesehen. Autos rasen durch die Straße und den verkehrsberuhigten Bereich Höhe Strand und Radfahrer fahren auf den Gehwegen und im Standbereich. Würde sich sicher aber lohnen (Sicherheit und im Geldbeutel)! Ansonsten wird doch aber wohl so ziemlich jeder Zebrastreifen in der Stadt von den Fahrradfahrern überfahren. Und dann schimpfen die Radler auch noch wenn man als Fussgänger auf dem Überweg nicht ausweicht!