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Kopfschütteln über Bahn-Entscheidung

Neubrandenburg.Mit Unverständnis hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen in der Mecklenburgsichen Seenplatte die Entscheidung der Deutschen Bahn aufgenommen, ...

Neubrandenburg.Mit Unverständnis hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen in der Mecklenburgsichen Seenplatte die Entscheidung der Deutschen Bahn aufgenommen, keinen fernverkehrstauglichen Bahnsteig in Neubrandenburg einzuplanen. Man sei zwar erfreut, dass die Planungen zur Sanierung des Neubrandenburger Bahnhofes endlich konkret würden, teilte Kreisverbands-Sprechrin Jutta Wegner mit. Lange genug hätten die Region und die Stadt darauf gewartet.
Kopfschütteln ernte aber die Entscheidung, die der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Mecklenburg-Vorpommern auf dem IHK-Forum in Neubrandenburg verkündet habe. Entgegen parteiübergreifenden Appellen aus Kreistag und Stadtvertretung bleibe das Verkehrsunternehmen bei seinen Plänen, die Bahnsteige in der Viertorestadt bei der Sanierung so zu verkürzen, dass Fernzüge hier nicht mehr halten könnten.
„Ich kann es nicht verstehen, dass die Landesregierung sich hier nicht stärker ins Zeug legt“, moniert Jutta Wegner weiter. „Es ist mir unverständlich, dass der eigene Koalitionsvertrag so wenig wertgeschätzt wird. Ich würde mir wünschen, dass alle Landtagsmitglieder der Region die Zeichen der Zeit erkennen und sich in Schwerin für den Erhalt eines Fernverkehrsbahnsteiges in Neubrandenburg einsetzen“, appellierte sie. „Eine Fernverkehrsverbindung Hamburg-Stettin über Neubrandenburg hört sich im Moment an wie eine Vision“, kritisierte auch Ralf-Peter Hässelbarth, Direktkandidat der Partei für den Bundestag. „Ohne den Fernverkehrsbahnsteig ist daran nicht zu denken. Die Entscheidung der Bahn ist kurzfristig gedacht und behindert die weitere Entwicklung des östlichen Landesteils.“ Gespräche zur Entwicklung einer Metropolregion Stettin wären eine Chance für die Region und würden gerade Fahrt aufnehmen, so Hässelbarth weiter. „Die Fernverkehrsanbindung ist eine notwendige Voraussetzung für die Einbindung in diese Strategie.“