Entscheidung über Trollenhagen:

Krüger wirbt für Flughafen-Testbetrieb

Ein Uni-Professor schlägt den Verzicht auf Flugleiter vor. So könnten Stadt und Kreis Geld sparen.

Wie geht es auf dem Flughafen Trollenhagen weiter?
Sebastian Haerter Wie geht es auf dem Flughafen Trollenhagen weiter?

Wie sieht die Zukunft des kommunalen Flughafens Trollenhagen aus? Kann man ihn preiswerter betreiben? Über Fragen wie diese diskutierten am Donnerstag der Wirtschaftsrat der Neubrandenburger CDU und andere Interessierte. Unter anderem war Professor Elmar Giemulla von der Technischen Universität Berlin eingeladen. Er warb dafür, den Flughafen nicht aufzugeben. Giemulla ist Luftverkehrsrechtler und wies darauf hin, dass es ein Ding der Unmöglichkeit wäre, für einen einmal stillgelegten Flughafen wieder neue Betriebsgenehmigungen zu bekommen. Die luftfahrtrechtliche Zulassung läuft am 31. Dezember 2014 aus und müsste jetzt verlängert werden. Sonst sei eine einmalige Chance vertan.

Allerdings dürften die kommunalen Kassen durch den Flughafenbetrieb nicht allzu sehr belastet werden. Giemulla hatte auch einen konkreten Einsparvorschlag: Momentan beschäftige man in Trollenhagen vier Flugleiter, die die jährlich 10 000 Flugbewegungen überwachen. Es gebe die Möglichkeit, einen Flughafen auch ganz ohne Flugleiter beziehungsweise nur noch mit einer Schicht aus zwei Flugleitern zu betreiben, sagte Giemulla. Mit den nötigen technischen Voraussetzungen sei das kein Problem. In Dänemark würden fast die Hälfte aller 45 Flughäfen ohne Flugleiter betrieben.

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) verwies erneut auf die Bedeutung des Flughafens für die heimische Wirtschaft. Auch die Gemeinde Trollenhagen habe sich für den Erhalt ausgesprochen, sagte Bürgermeister Peter Enthaler und erwähnte einen dänischen Investor, der Interesse am Gewerbegebiet zeige – allerdings nur mit einem Flughafen als Nachbarn. 

Wenn man den Flughafen weiter unterstütze, dann aber vorerst nur für drei bis vier Jahre, dann könne man sehen, wie es ohne die Bundeswehr läuft, schlug Krüger vor. Dazu könnte man die Fläche vom Bund erst einmal nur pachten, nicht gleich kaufen.

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Kommentare (2)

Jetzt will unser Provinzfürstchen OB Dr. Krüger wohl die Stadt Neubrandenburg komplett in Schulden versinken lassen. Er kann sich ja aus dem Staub machen und den Schwanz einziehen. Ausbaden werden es die Neubrandenburger. Nach dem neuen Buch " Die öffentliche Verschwendung" (gute Lektüre) ist kein Flughafen in MV rentabel. Alle hängen am Steuertopf der Einwohner des Landes. Aber das scheint dem OB von Neubrandenburg egal zu sein. Er fordert weiter Geld in dem toten Flughafen Trollenhagen zu pumpen. Wenn die Wirtschaft den Flughafen haben will soll sie Ihn auch bezahlen. Es ist an der Zeit die Verschwendungen einhalt zu gebieten. Also wie bescheuert ist man diesem Vorschlag vom OB anzunehmen?

Wahrscheinlich wäre es billiger wenn man jeden Fluggast kostenlos mit dem Taxi nach Berlin oder Rostock kutschieren würde als diesen defizitären Betrieb krampfhaft am Leben zu erhalten nur um zu zeigen, dass Neubrandenburg sich so etwas eben auch leisten kann. Und welche Firmen in Neubrandenburg sind wirklich auf einen örtlichen Flughafen angewiesen?