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Kunterbunte Fassade statt grauer Wände

VonAndreas SegethDas wird ein Hingucker! In der Feldstraße beweist eine Firma derzeit viel Mut zur Farbe und tüncht ihr Büro-Hochhaus mit quietschbunten ...

Antje Buchholz und Alois Jäger von der Phönix Immobilien GmbH & Co KG sind begeistert von den fertigen Wänden. Die Grafik links zeigt den Entwurf für jene Seiten, die von der Hochstraße aus zu sehen sein werden. [KT_CREDIT] FOTO: A. Segeth / Grafik: M. Fischer-Art

VonAndreas Segeth

Das wird ein Hingucker! In der Feldstraße beweist eine Firma derzeit viel Mut zur Farbe und tüncht ihr Büro-Hochhaus mit quietschbunten Farben. Der Höhepunkt folgt aber noch.

Neubrandenburg.Bislang war das Büro-Hochhaus der Phönix Immobilien GmbH eines von der eher unscheinbaren und grauen Sorte. Wollte man seinen Standort beschreiben, dann verwendete man Begriffe wie Feldstraße, neben dem Gewerkschaftshaus oder an der Hochstraße. Das wird sich wohl bald umkehren. Dann könnte „das bunte Phönix-Hochhaus“ als Orientierungspunkt herhalten. Denn in wenigen Wochen wird das Hochhaus derart bunt und lebensfroh angestrichen sein, dass man es nicht mehr übersehen kann. Die Nord- und die Westseite sind schon fertig, noch sind sie allerdings von einem Gerüst verdeckt. Als nächstes wird die Ostseite, als letztes dann die Südseite gestrichen – hier kommt allerdings die auffälligste Fassade zum Tragen.
Hinter dem Anstrich stecken Alois Jäger, einer der drei Gesellschafter der Phönix Immobilien GmbH & Co KG, sowie die Geschäftsführerin Antje Buchholz. Beide hatten die Entwürfe gesehen, die der Leipziger Künstler Michael Fischer-Art vor rund eineinhalb Jahren unter anderem für das Neubrandenburger Rathaus oder das Radisson-Blu-Hotel vorgelegt hatte und die von der Neubrandenburger Zeitung veröffentlicht worden waren. Jäger und Buchholz waren begeistert und konnten die beiden Mitgesellschafter überzeugen. Keine leichte Entscheidung – immerhin investiert die Gesellschaft hier rund 150000 Euro.
Michael Fischer-Art hat die Farbgestaltung für alle vier Flächen entworfen. Drei Seiten werden vom Malerbetrieb Pockrandt aus Neuendorf umgesetzt. Für den Südgiebel kommt der Künstler selbst, voraussichtlich ab Anfang Juni. Die Grafik links zeigt seinen Entwurf. „Die Stadt Neubrandenburg kann so einen Farbtupfer gebrauchen“, sagt er. Wenn das Haus fertig ist, will er auch Vertreter der Stadt einladen und ihnen nochmals seine Ideen für das Rathaus präsentieren.
Antje Buchholz und Alois Jäger zeigen sich beeindruckt von den ersten beiden Seiten, die schon fertiggestellt sind. Alle haben eine Bedeutung. Die Flecken im Westen stehen für „Büroinseln“, die gelb-blau-rote Seite zeige die Landesfarben, die bunten Wellen auf der Ostseite weisen auf die Südseite hin. Letztere wiederum zeige Büroszenen im typischen Comic-Stil Michael Fischer-Arts.
Das Hochhaus an der Feldstraße wurde im Jahr 1982/83 als WBS-70-Experimentalbau mit verstärkter Wärmedämmung, kleineren Fensterflächen und dreifachen Thermoscheiben errichtet. Sein Energiepass bescheinigt ihm nach wie vor überdurchschnittlich gute Werte. Seit den 90er Jahren wird es von der Neubrandenburger Phönix Immobilien GmbH verwaltet, die hier Büros für kleine und mittlere Firmen vermietet. Die Auslastung habe stets zwischen
75 und 98 Prozent gelegen, so Jäger. Viele Unternehmen aus der Region hätten an diesem Standort ihre Entwicklung begonnen.

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