Kann Schlachtfeld weiter untersucht werden? :

Land fördert Arbeiten an Fundgrube Tollensetal

Noch ist unsicher, ob die Suche nach Knochen aus der Bronzezeit in den kommenden Jahren weitergehen kann. Zwar das Land schon eine weitere Förderung zugesagt. Doch das alleine reicht nicht.

Die Suche nach Knochen im Tollensetal nahe Weltzin soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Erste finanzielle Unterstützung dafür hat das Land Mecklenburg-Vorpommern zugesagt.
Anke Brauns/Archiv Die Suche nach Knochen im Tollensetal nahe Weltzin soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Erste finanzielle Unterstützung dafür hat das Land Mecklenburg-Vorpommern zugesagt.

Ein erster Schritt für die Fortsetzung des Abenteuers „Bronzezeit-Schlachtfeld im Tollensetal“ ist getan. Das Land wird das Forschungsprojekt nahe Weltzin in den kommenden zwei Jahren mit 90 000 Euro unterstützen, teilt Norbert Nieszery, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, mit. „Die Ansammlungen von Menschenknochen im Tollensetal sind eine der spannendsten archäologischen Fundstellen Mecklenburg-Vorpommerns und haben enormes Potenzial für die wissenschaftliche Erforschung der Bronzezeit in Europa.“

Gudrun Lidke, Historikerin an der Universität Greifswald, die das Projekt gemeinsam mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege betreut, freut sich über die Förderung: „Sie zeigt uns, dass das Land unsere Forschung anerkennt und sie die Funde interessieren.“ Das Geld mache jedoch nur einen kleinen Teil der Gesamtsumme aus, die für eine Fortsetzung der Arbeiten benötigt würde, und würde nur die Kosten für das Material decken. Forscher wären davon noch nicht bezahlt. Weitere Förderung soll deshalb von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) kommen, die die Historiker auch schon in den vergangenen Jahren unterstützte. Ob Geowissenschaftler oder Archäologen - „jeder Arbeitsbereich erstellt jetzt einen Plan für ihre Vorhaben“, sagt Gudrun Lidke. Wenn alles gut geht, gibt es für die kommenden zwei Jahre Geld von der DFG. Bis Juli 2014 ist die Förderung ohnehin gesichert. „Ob es weitergeht, entscheidet sich erst im Frühsommer. Schön wäre, wenn wir nahtlos weiterarbeiten könnten“, so Lidke.

Im März/April 2014 werden die ersten Forscher ihren Fuß wieder ins Tollensetal setzen. Mit geomagnetischen Untersuchungen und kleinen Sondagen soll dann überprüft werden, ob im Boden weitere Knochenfunde zu erwarten sind. Die neuen Stellen sind nur wenige hundert Meter von der diesjährigen Fundgrube entfernt. „Richtig gegraben wird dann aber erst im Juni“, kündigt Lidke an. Taucher hätten Hinweise auf weitere Fundstellen gegeben.

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