Saniertes Kloster ist jetzt Museum:

Lange Schlange am Eröffnungstag

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist in Neubrandenburg das sanierte und modernisierte ehemalige Franziskanerkloster wiedereröffnet worden. Der Andrang am ersten Tag ist groß. Und wie gefällt es den Besuchern?

Das wünscht man sich doch für jeden Öffnungstag. Am Dienstagnachmittag standen die Besucher im neuen Regionalmuseum Schlange, schließlich hieß es: Eintritt frei.
A. Brauns Das wünscht man sich doch für jeden Öffnungstag. Am Dienstagnachmittag standen die Besucher im neuen Regionalmuseum Schlange, schließlich hieß es: Eintritt frei.

Rund 24 Jahre ist es her, dass Irmi und Bernd Klaß zuletzt das Neubrandenburger Franziskanerkloster betraten. Es war der kleinere der Gewölberäume, in dem sie sich das Jawort gaben, erinnern sie sich. Damals kamen sie mit kleiner Hochzeitsgesellschaft, am Dienstag mussten sie sich das einstige Standesamt und alle anderen Räume im Backsteingemäuer mit vielen Menschen teilen. In einer langen Schlange warteten Neugierige am Nachmittag geduldig, um einen Blick in das frisch eröffnete Museum zu werfen. Darunter wohl viele wie Irmi und Bernd Klaß, die mit dem Gemäuer vor allem eine Hochzeit verbinden.

„Es ist recht großzügig, schön hell, visuell ganz prima gemacht und hat mal ein ganz anderes Flair. Aber ein paar Beschriftungen wären ganz schön und ein kleines Bistro, wo man einen Kaffee trinken kann“, meint Bernd Klaß, der sich vor allem für die Themeninsel Sport im ersten Stock interessierte, die den Bogen von Turnvater Jahn bis zu den Medaillengewinnern unserer Zeit schlägt. Schließlich sei er selbst mal aktiver Fußballer gewesen und habe lange im Jahnstadion gearbeitet, erzählt er.

 „Es ist sehr schön geworden“, lobt auch Helga Wilke. Sie wolle auf jeden Fall wiederkommen. Vielleicht mit ihrem zwölfjährigen Enkel, der auch in Neubrandenburg wohne. Man müsse den Kindern „ja was vermitteln“, meint sie. Das finden auch die Macher und Unterstützer des Museums, die ihm bei der feierlichen Eröffnung zuvor viele Gäste - vor allem Kinder und Jugendliche - wünschten.

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