Sammeln für Rettungshundestaffel:

Lebensretter auf vier Pfoten

Retter auf vier Pfoten stehen zur Zeit wieder mit ihren Frauchen und Herrchen auf dem Weihnachtsmarkt. Um auch in Zukunft fleißig Menschen suchen zu können, brauchen sie Spenden.

Zugunsten der Rettungshundestaffel wird in diesen Tagen in der Innenstadt gesammelt.
Marcel May Zugunsten der Rettungshundestaffel wird in diesen Tagen in der Innenstadt gesammelt.

Luca sitzt brav auf seiner weichen Hundedecke. Mitten auf dem Marktplatz in Neubrandenburg. Bei jedem vorbeilaufenden Fußgänger springt er auf, beschnuppert ihn aufmerksam und wedelt mit dem Schwanz. Der schwarze Labrador-Weimaraner trägt ein orangenes Geschirr mit einem grünen Blinklicht: Er ist Rettungshund der Rettungshundestaffel „Vier Tore“.

Prinzipiell darf jeder, der sein Tier zum Rettungshund ausbilden möchte, im Verein vorbeischauen und mitmachen. Man sollte allerdings sportlich sein, gesund und natürlich an sozialer, ehrenamtlicher Arbeit interessiert, so Hundeführerin Nicole Rohde. Auch für die Hunde gibt es Anforderungen. Kurzschnäuzige Rassen wie Möpse oder Bulldoggen sind nicht so gut geeignet. Denn je länger die Schnauze, umso besser ist der Geruchssinn des Hundes. Und den braucht er für die Personensuche. „Harzer Füchse und viele Hütehunde wie Border Collies eignen sich gut“, sagt Nicole Rohde.

Die ausgebildeten Rettungshunde ziehen mit ihren Hundeführern los und durchkämmen das Gelände. „Meistens informieren uns Polizei oder Feuerwehr, wenn jemand vermisst wird“, sagt Nicole Rohde. Schon 26 Mal mussten die vierbeinigen Spürnasen in diesem Jahr ausrücken. Jeden Monat also ungefähr ein Einsatz.

Dafür ist viel Training nötig. Dreimal pro Woche übt die Hundestaffel in der Fläche oder am Wasser. 

Vor Weihnachten stellen sich die Mitglieder der Rettungshundestaffel auf den Weihnachtsmarkt und sammeln Spenden. Drei bis vier Stunden harren sie in der Kälte aus, samstags auch länger. Denn der Verein arbeitet ehrenamtlich und muss sämtliche Ausgaben für Uniformen, Trainingsseminare vom gespendeten Geld bezahlen. Bis nach Schwerin fahren die Mitglieder zum Sammeln. In Rostock dürfen sie das nicht mehr. „Die Betreiber des Weihnachtsmarktes haben was dagegen“, wundert sich die Hundeführerin.

In Neubrandenburg sind die Fußgänger begeistert von den Hunden. Und die Hunde helfen beim Sammeln. „Sie spüren genau, welcher Mensch gleich näher kommen und spenden will. Sie begrüßen ihn sofort freudig“, sagt Nicole Rohde.

Ein Passant kommt vorbei, wirft eine Münze in den Schlitz der Sammeldose. „Man kann ja nie wissen! Vielleicht brauchen wir den Suchhund auch mal.“ „Hoffentlich nicht“, sagt die Hundeführerin und lächelt.

Kommentare (1)

beschämend für den reichen staat wenn diese tiere für ihre existenz betteln müssen! nicht nur die tafeln sollten komplett vom staat unterstützt werden. etwas weniger kriege und militäreinsätze und das geld wäre reichlich da für die es brauchen und dankbar sind im gegensatz zu den mit dem kriegsgen ausgestattenten menschen....das soziale netz in diesem land ist mehr als unterste schublade...