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Linke wenden sich gegen Sparpläne des Rathauses

VonAndreas SegethDas Obdachlosenhaus in der Ihlenfelder Vorstadt dürfe nicht dem Rotstift der Stadtverwaltung zum Opfer fallen. Das fordern die Linken mit ...

VonAndreas Segeth

Das Obdachlosenhaus in der Ihlenfelder Vorstadt dürfe nicht dem Rotstift der Stadtverwaltung zum Opfer fallen. Das fordern die Linken mit einem neuen Papier, für das sie jetzt Mehrheiten in der Stadtvertretung einwerben wollen.

Neubrandenburg.Die Fraktion der Linken in der Stadtvertretung will das Neubrandenburger Obdachlosenhaus in der Sponholzer Straße in seiner jetzigen Form erhalten. Das kündigte Stadtvertreter Dieter Kowalick auf Nachfrage des Nordkurier an. Man habe eine entsprechende Vorlage erarbeitet und werbe derzeit um die Zustimmung der anderen Fraktionen. Das Papier wende sich gegen die Sparpläne des Rathauses, die Linke wolle die erbrachte Leistung erhalten. Man habe in den vergangenen Jahren nie Probleme mit Obdachlosen in der Stadt gehabt und das solle auch so bleiben, sagte Kowalick. Das spreche einerseits für das gute Konzept, nach dem diese betreut würden, das spreche aber auch für den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Betreiber, der hinter diesem Konzept stehe und dieses umsetze.
Dennoch zeige sich die Linke kompromissbereit. Sicher könne man über Einsparungen reden, man könne auch über die zu leistenden Arbeitsstunden sprechen, aber man dürfe nicht das Obdachlosenhaus als Ganzes in Frage stellen.
Deshalb verlangen die Linken vom Rathaus, dass die im Raum stehende Kündigung zum Jahresende entweder nicht ausgesprochen oder wieder zurückgenommen wird. Zudem soll ein neuer Vertrag mit dem ASB über die künftige Betreuung ausgehandelt werden, sagte Kowalick. Mit diesen Forderungen werde man sich auch an die anderen Fraktionen wenden und um Zustimmung werben.