Feuerwehren aus Amtsbereich messen sich:

Löschangriff ist nicht nur Männersache

Früh übt sich, was ein Feuerwehrmann werden will. Oder eine Feuerwehrfrau. Nachwuchs ist extrem wichtig für die hiesigen Wehren, deshalb dürfen sich auch die Kleinsten im Wettkampf messen.

Wasserversorgung gesichert: Die Altentreptower Feuerwehrleute im zweiten Durchgang.
Anke Brauns Wasserversorgung gesichert: Die Altentreptower Feuerwehrleute im zweiten Durchgang.

Meistens steht sie zwischen den Männern allein ihre Frau, hilft den Saugkorb anzukuppeln, rennt dann nach vorn zum Strahlrohr. Aber diesmal hat Andrea Lemkemeier weibliche Verstärkung. Anne-Marie Steingräber läuft nicht nur bei der Golchener Jugend-Mannschaft mit, sondern zum ersten Mal auch bei den Erwachsenen.

Dass Löschangriff keine reine Männersache ist, kann man im Amtsbereich Treptower Tollensewinkel bei mehreren Feuerwehren beobachten. Bei den Amtsausscheiden treten zwar seit mehreren Jahren keine eigenen Frauen-Teams mehr an, aber so manche Mannschaft startete auch beim Wettbewerb am Wochenende in Groß Teetzleben gemischt.

Mit zwei Nachwuchs-Teams am Start

Andrea Lemkemeier beispielsweise ist schon seit mehr als 20 Jahren in der Feuerwehr Golchen aktiv, seit zwölf Jahren startet sie mit den Männern beim Wettkampf. „Die Feuerwehr ist mein Hobby“, sagt sie. Dort betreut sie außerdem die Jugendwehr. Und das ganz offensichtlich mit Erfolg, denn Golchen ging sogar mit zwei Nachwuchs-Teams an den Start und die erste Jugend-Mannschaft ließ mit einer Zeit von 71,80 Sekunden für den Löschangriff und die Knoten-Aufgaben die acht Konkurrenten hinter sich. Altentreptow (76,02) und Gültz (80,25) folgten auf den Plätzen.

Insgesamt neun Jugendfeuerwehren, 15 Erwachsenenteams und dann auch noch vier Bambini-Mannschaften – mit der Resonanz war der neue Amtswehrführer Matthias Lieckfeldt wirklich zufrieden. Mit den Bedingungen auf dem Groß Teetzlebener Sportplatz sowieso. Die Gastgeber feierten gleichzeitig ihren 110. Feuerwehr-Geburtstag. Einen Pokal konnten sie sich allerdings nicht zum Geschenk machen. Die Konkurrenz war zu stark.

Zum Beispiel die aus Wildberg. Die Kameraden hatten etliche Fans dabei und flogen sozusagen zum Sieg. Als Schnellste im Löschangriff qualifizierten sie sich für den Landesausscheid der Feuerwehren und damit für ein Heimspiel. Denn der findet dieses Jahr am 4. Juli in Altentreptow statt. Die Wildberger holten auch den Gesamtsieg, denn im zweiten Wettbewerb „Stiche und Bunde“ wurden sie Zweite, ihre Gesamtzeit von 61,70 Sekunden konnte keiner überbieten. Die Feuerwehr Werder/Kölln kam in 63,29 Sekunden auf Platz zwei, die aus Röckwitz mit 64,48 Sekunden auf den dritten.

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