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Nach dem Abwasch war er verschwunden

Ein 76 Jahre alter Mann aus der Ihlenfelder Vorstadt ist wie vom Erdboden verschluckt. Seine Frau hatte ihn noch gewarnt und weiß jetzt nicht mehr ein noch aus.

Ein 76-jähriger Mann ist verschwunden.
Archiv Ein 76-jähriger Mann ist verschwunden.

Von dem seit Sonntag vermissten Mann aus Neubrandenburg gibt es nach wie vor keine Spur. Die Polizei sucht auch weiterhin nach dem Verbleib des Autos des 76-Jährigen. Aber noch habe niemand den zur Fahndung ausgeschriebenen Wagen entdecken können, so eine Sprecherin der zuständigen Polizeiinspektion in der Viertorestadt. Auf den Einsatz von Personenspürhunden wurde verzichtet, da der Mann mit dem Auto unterwegs ist. 

Völlig verzweifelt ist indessen die Ehefrau. Die 75-Jährige hat seit Sonntag kaum geschlafen. „Wie soll ich ruhen können, wo ich doch nicht weiß, wie es meinem Mann geht?“ Vor lauter Sorgen könne sie kaum noch geradeaus denken, gesteht die Frau ein. Dabei verlief der schicksalhafte Sonntag bis zum Mittag wie jeder andere auch. „Wir haben zusammen gegessen, dann hat mein Mann den Abwasch erledigt“, erzählt sie. Wie immer. Als sich die Frau ein bisschen hinlegen wollte zur Mittagsruhe, ist ihr Mann aufgebrochen. „Er wollte zur Garage in der Warliner Straße und dort nach dem Rechten sehen“, erzählt die Neubrandenburgerin. Dort steht nämlich die „Familienkutsche“. „Ich habe ihn noch gebeten, aber nicht mit dem Auto zu fahren“, erinnert sich die Ehefrau. Er sei nämlich, so erzählt sie, schon ein „bisschen tütelig“.

Unruhe fast schon mit den Händen zu greifen

Als der Mann am Sonntagnachmittag immer noch nicht wieder zu Hause war, war die Unruheschon fast mit den Händen zu greifen. „Jeden Sonntag um 16 Uhr hat er mit seiner Schwester, die in der Nähe Berlins lebt, telefoniert. Die beiden haben ein sehr inniges Verhältnis.“ Diese Uhrzeit habe er nie vergessen. Und als die Schwester anrief, musste ihr die Ehefrau sagen, er sei nicht zu Hause. Am Abend schließlich hat sie es nicht mehr ausgehalten und die Polizei alarmiert. „Die sind auch sofort hier erschienen.“

Früher, erzählt sie, sei das Paar gern im Wald gewesen. „Wir waren begeisterte Spaziergänger.“ Vielleicht, überlegt die einsame Frau, habe sich der Mann ganz kurzfristig und ohne ihr Bescheid zu geben, dazu entschlossen, nach Pilzen zu suchen. Hat sein Auto irgendwo am Waldrand abgestellt und sich dann im Wald verirrt. „Wer hilft ihm denn jetzt?“, fragt sie tieftraurig.

Für die Ehefrau bleibt nur die Hoffnung auf ein glückliches Ende. Denn an alles andere mag die 75-Jährige noch gar nicht denken.

Kommentare (2)

Ich habe heute Morgen mit dem Botschafter in Danzig gesprochen, Vater hatte einen Unfall und liegt in einem poln. Krankenhaus. Mal sehen ob er transportfähig ist?

... für den Hinweis, die entsprechende Nachricht geht gleich online. S. Langer, Redaktion