Linken-Antrag abgelehnt:

Marx-Denkmal bleibt im Depot

Karl Marx bleibt liegen. Die Neubrandenburger Stadtvertreter haben einen Antrag der Linken zum Wiederaufstellen des Denkmals abgelehnt.

Vor einer Lagerhalle der Neuwoges in Neubrandenburg  das Karl-Marx-Denkmal auf einem Hubwagen, das bis 2001 im Zentrum der Stadt stand. 
Bernd Wüstneck Vor einer Lagerhalle der Neuwoges in Neubrandenburg  das Karl-Marx-Denkmal auf einem Hubwagen, das bis 2001 im Zentrum der Stadt stand. 

Die Stadtvertreter in Neubrandenburg haben nach langer Diskussion beschlossen, den Antrag der Linken abzulehnen, das Marx-Denkmal wieder aufzustellen. Seit 2001 liegt die Statue in einem Lager der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft Neuwoges.

Ihren Antrag in Sachen Denkmal hatten die Initiatoren um den Autor des politökonomischen Werkes „Das Kapital“ auch mit dem Argument Geld begründet. Denn als der in die Jahre gekommene Marx aus Sicherheitsgründen vom Sockel an der Bibliothek genommen werden musste, beauftragte die Stadt den Bildhauer Walther Preik mit der Restaurierung des 2,20 Meter großen Riesen. Der Auftrag habe die Stadt seinerzeit 17 000 D-Mark gekostet, so die Linken.

Eine Umfrage auf der Internetseite des Nordkurier zur Zukunft des Denkmals hatten die Befürworter der Wiederaufstellung für sich entschieden – gut 60 Prozent der Teilnehmer stimmten dafür. 

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Kommentare (5)

schade um die geschichte....aber für anderen, nicht gern gesehen denkmalmüll hat die stadt genug geld. das ollten sich die beteiligten mal ihrer sozioalen herkunft erinnern.

Zum Glück haben die Vertreter der Stadt demokratisch entschieden, dass die Verherrlichung von kommunistischen Symbolen in unserem Land nichts mehr zu suchen hat. Die Linken werden in Ihre roten Nelken weinen, die Mehrheit der Bevölkerung, insbesondere die Opfer der SED Regierung, wird dankbar sein. Da kann der Nordkurier noch so oft er will seine eigene fehlerhafte Umfrage zitieren.

Dabei hat das schaffen von Karl Marx überhaupt nichts mit der SED, Lenin und Stalin zutun. Seine Werke beschreiben nur wir der Kapitalismus funktioniert. Und Recht hat er nun mal gehabt. Warum also sollen wir einen so herausragenden Denker nicht ehren. Eines hat Karl Marx nicht zu verantworten die Opfer des SED-Regimes.

Allein dafür gehören Sie...nein, ich sag es nicht. Ich empfehle Ihnen mal einen Besuch in diversen Stasi- Gedenkstätten, Hohenschönhausen besonders, aber für Sie reicht auch NB. Dort können Sie sich ja mal die Geschichten der Opfer vor Ort anhören, dann würden Sie nicht so despektierlich daherschwafeln. Das Karl Marx direkt nichts mit der SED zu tun, ist mir schon klar, deshalb schrieb ich ja auch ein Symbol. Und genau dafür steht er nun mal, mit der damaligen marxistisch-leninistischen Grundeinstellung.

Ich habe eine Gedenkstätte besucht. Trotzdem ist Karl Marx für den Missbrauch nicht verantwortlich. Alleine Berlin-Brandenburg haben mehr als 3 Denkmäler, von Plätzen die den Namen tragen ganz zu schweigen. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen und die Historische Persönlichkeit von Karl Marx würdigen. Und dazu kann auch NB ein Denkmal wieder aufstellen, wo es hingehört.