Vereine wehren sich:

Maut bringt Läufer auf die Palme

Auch in der regionalen Lauf-Szene wird das Vorhaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hitzig diskutiert: Der will von den Veranstaltern ab 2016 eine Pauschalgebühr eintreiben. Das Startgeld hätte große Auswirkungen.

Geht es nach dem Leichtathletik-Verband, müssen auch die Macher des beliebten Neubrandenburger Tollenseseelaufs künftig Finisher-Gebühren entrichten.
Heiko Brosin Geht es nach dem Leichtathletik-Verband, müssen auch die Macher des beliebten Neubrandenburger Tollenseseelaufs künftig Finisher-Gebühren entrichten.

Das Thema „Lauf-Maut“ bringt derzeit einen nicht unerheblichen Teil der deutschen Sportgemeinschaft auf die Palme. Und Jörg Knospe, den Vorsitzenden des SV Turbine Neubrandenburg, kein Stück weniger. Sein Verein gilt als eine der Läufer-Hochburgen in Mecklenburg-Vorpommern und wäre stark betroffen, wenn der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) das umstrittene Vorhaben tatsächlich durchdrückt. Der DLV hat eine „Gebührenanpassung“ beschlossen. Demnach müssten ab dem 1. Januar 2016 die Ausrichter von Läufen für jeden erwachsenen Athleten, der die Ziellinie überquert, einen Euro entrichten. Die Lauf-Maut sei Abzocke, sagen die Gegner und machen mobil. „Wäre die Lauf-Maut beispielsweise schon zu unserem 25. Tollenseseelauf im Juni amtlich gewesen, hätten wir rund 1000 Euro mehr als bisher zahlen müssen“, sagt Knospe.

Rechtsanwalt Markus Grigat aus der Neubrandenburger Kanzlei Loeper & Partner stellte fest, dass es keine gesetzliche Grundlage gibt, bei Volks- und Straßenläufen Gebühren zu erheben.

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