Schuldnerberatung zieht Bilanz:

Mehr Pleiten in Neubrandenburg

Die Zahl der Frauen und Männer, denen ihre Schulden über den Kopf gewachsen sind, ist in Neubrandenburg schon wieder gestiegen.

Wenn es am nötigen Kleingeld fehlt: In Neubrandenburg steigt die Zahl der Privatinsolvenzen weiter.
Thomas Beigang Wenn es am nötigen Kleingeld fehlt: In Neubrandenburg steigt die Zahl der Privatinsolvenzen weiter.

Entgegen dem landesweiten Trend ist die Zahl der eröffneten Verbraucherinsolvenzen in Neubrandenburg im vergangenen Jahr gestiegen. Mussten 2013 noch 170 Neubrandenburger ihre persönliche Pleite anmelden, waren das im vergangenen Jahr schon 205.

Die Schuldnerberatung in Neubrandenburg hat 2014 insgesamt 1067 überschuldeten Personen zur Seite gestanden. Unter den Ratsuchenden waren weniger als die Hälfte Hartz-IV-Empfänger. Und mehr als 25 Prozent derer, denen ihre Schulden über den Kopf gewachsen waren, bestritten ihren Lebensunterhalt aus Erwerbsarbeit. Nur bei etwas mehr als fünf Prozent der Schuldner war Einkommen pfändbar.

Jeder dritte Klient der Beratungsstelle schuldete dem Jobcenter Geld. Die Hälfte aller Ratsuchenden war im Jahr 2014 jünger als 35, lediglich etwas mehr als drei Prozent der Schuldner war älter als 65 Jahre. Selbst in der Justizvollzugsanstalt in Neubrandenburg wollten sich 22 Insassen beraten lassen.

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