Verkehrskontrolle am Morgen:

Mit Restalkohol auf dem Rad

Am Donnerstagmorgen müssen Neubrandenburger mit der Bitte der Polizei rechnen, doch mal kurz vom Rad zu steigen." Verkehrskontrolle", heißt es dann.

Die Fahrräder wurden bei der Kontrolle am Pferdemarkt genau unter die Lupe genommen.
Bärbel Gudat Die Fahrräder wurden bei der Kontrolle am Pferdemarkt genau unter die Lupe genommen.

Polizisten dürfen nicht aus Zucker sein, denn viele Radfahrer sind es auch nicht. In großen Trauben rollen sie kurz nach sieben am Morgen aus Richtung der Ihlenfelder Vorstadt und Vogelviertel in die Innenstadt,  obwohl es regnet. Dem Herbstwetter zum Trotz bitten die Polizisten die meisten Radler kurz vor der Pferdemarktkreuzung anzuhalten: „Verkehrskontrolle.“ Die Beamten wollen die Zweiräder genauer unter die Lupe nehmen.

Wie geht die Beleuchtung eigentlich an? Ein junger Mann kommt damit gar nicht zu recht. Da können die Polizisten helfen. Sie kennen sich aus mit Nabendynamo, zeigen, wo das Licht vorn angeschaltet wird.  „Sie brauchen nur das Vorderrad zu drehen.“ Ein anderer hat sich mal schnell das Fahrrad seiner Schwester geborgt. Nun soll er die Fahrgestellnummer zeigen.  Nach der ersten Verwirrung ist die mit Hilfe der Kontrolleure gefunden. „Wir überprüfen die Nummern, um Diebstähle aufzuklären“, begründet Polizeisprecherin Verena Splettstößer. An diesem Morgen geht den Polizisten vom Neubrandenburger Polizeirevier kein Fahrraddieb ins Netz. Nur ein Radler mit einer ausgeprägten Alkoholfahne  muss pusten. Er hat erheblichen Restalkohol im Blut. „Bitte schieben Sie ihr Rad“, so die Ermahnung.  Zumindest im Keuzungsbereich hält er sich daran. 

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!