:

Möbelhaus öffnet – ob mit oder ohne „Katze“

Aus dem ehemaligen Max-Bahr-Baumarkt an der Demminer Straße ist eine Poco-Filiale geworden. Das Unternehmen und seine Mitarbeiter haben lange auf die Eröffnung hin gearbeitet. Und die 60 Jobs waren heiß begehrt – es gab mehr als 1000 Bewerbungen.

Großes Möbelrücken im neuen Poco-Einrichtungshaus in Neubrandenburg: Am 1. November wird der Markt eröffnet. Zuvor werden am 30. Oktober bei einem sogenannten „Kaltstart“ schon mal alle Systeme mit interessierten Kunden getestet.
Andreas Segeth Großes Möbelrücken im neuen Poco-Einrichtungshaus in Neubrandenburg: Am 1. November wird der Markt eröffnet. Zuvor werden am 30. Oktober bei einem sogenannten „Kaltstart“ schon mal alle Systeme mit interessierten Kunden getestet.

Nach einem Dreivierteljahr Leerstand zieht neues Leben in den ehemaligen Max-Bahr-Baumarkt an der Demminer Straße in Neubrandenburg ein. Am 1. November wird der Möbeldiscounter Poco hier seine 106. Filiale eröffnen. Hinter den Kulissen wird schon seit langem fleißig gearbeitet. Ende 2013 erwarb die Poco Einrichtungsmärkte GmbH ein „Paket“ mit sieben Märkten aus der Insolvenzmasse von Max Bahr. Dazu zählte auch die Immobilie in Neubrandenburg.

Auf die Viertorestadt habe man schon länger ein Auge geworfen, sagt Thomas Kurz, Vertriebsgeschäftsführer Nord-Ost bei Poco. Vorausgegangen sei eine genaue Analyse des Standortes mit seiner Kaufkraft, der Anzahl der Haushalte und anderen Faktoren. Natürlich gebe es vor Ort Konkurrenz, man erwarte einen starken Wettbewerb, trotzdem werde man sich mit dem eigenen Unternehmenskonzept behaupten, ist Thomas Kurz sich sicher.

Im Mai hatte Poco Kontakt zur Neubrandenburger Arbeitsagentur aufgenommen. Auf die 60 Jobs haben sich mehr als 1000 Leute beworben, sagt Hausleiterin Petra Nickel, die künftig nicht nur die Geschäfte der Filiale in Schwedt, sondern auch in Neubrandenburg führen wird. Die Jobs seien begehrt, bezahlt werde deutlich über dem Mindestlohn. Ende August fuhren alle Mitarbeiter in ein unternehmenseigenes Schulungszentrum nach Dortmund, danach wurden sie zur Einarbeitung auf verschiedene Poco-Märkte verteilt, wo sie Erfahrungen sammeln konnten. Der jüngste Mitarbeiter ist 19, der älteste 58 Jahre alt. Die meisten von ihnen stammen aus anderen Branchen. Einige haben früher auch beim ehemaligen Bahr-Markt gearbeitet. Ab dem kommenden Sommer werde man auch junge Leute ausbilden, so Nickel.

Verkaufsfläche von 5300 Quadratmetern

In die Umbauten sind rund drei Millionen Euro investiert worden, hinzu kommt Ware im Wert von rund einer Million. Mit einer Verkaufsfläche von 5300 Quadratmetern liegt der Neubrandenburger Markt leicht unter dem Poco-Durchschnitt, sagt Thomas Kurz. Poco wurde vor 25 Jahren gegründet, vor sieben Jahren verschmolz die Firma mit den 1974 gegründeten Domäne-Märkten und hieß fortan Poco Domäne. Seit einem Jahr firmiert man nur noch unter dem Namen Poco. Insgesamt arbeiten rund 7500 Mitarbeiter bei dem Unternehmen. Man sei stark auf Expansionskurs – momentan hat man bis zu 40 weitere Standorte im Blick. Mit dem polnischen Wroclaw gibt es bislang nur eine Filiale im Ausland, auch das soll sich ändern.

Die momentan am häufigsten gestellte Frage sei übrigens, ob Poco-Werbeikone Daniela Katzenberger zur Eröffnung komme, lacht Thomas Kurz. Das könne er nicht versprechen. Dennoch werde die Eröffnung sicher ein Erfolg. Neben vielen Sonderangeboten gebe es ein Glücksspiel, bei dem man ein Auto gewinnen kann, hinzu kommt der verkaufsoffene Sonntag am 2. November. Schon am 30. Oktober gibt es einen „Kaltstart“, bei dem die Systeme getestet werden und zu dem Kunden willkommen sind. Man erwartet einen so großen Andrang, dass man sogar „Notkassen“ aufgestellt hat. Kurz erinnert sich an eine Eröffnung in Gelsenkirchen, zu der 30 000 Leute kamen – auch ohne Besuch der „Katze“...