Aus dem Gerichtssaal:

Motorradklau bringt Sozialstunden ein

Ein junger Mann aus Friedland wollte sich nur in einer scheinbar herrenlosen Gartenlaube nebst Garage umsehen. Er entdeckte ein Motorrad und nahm es mit.

   
Peter Steffen    

Zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einem Verkehrserziehungskurs hat ein Jugendschöffengericht in Neubrandenburg einen heute 20-jährigen Friedländer verurteilt.Zusammen mit einem Bekannten hatte er eine Garage aufgebrochen und aus dieser ein Motorrad entwendet. Der Mann hatte gestanden, dass er mit seinem Kumpel aus einer Laube einen Werkzeugschlüssel mitgenommen hatte, um damit die angrenzende Garage aufzubrechen. Dort hatte ein unangeschlossenes Motorrad ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie nahmen es mit und brachten es zu einem Garten in Friedland, versteckten es, „damit es keiner sieht“.

Der Angeklagte ist Halbwaise und wohnt bei seiner Mutter in Friedland. Einen Beruf hat er nicht erlernt, er zehrt mit von der Rente der Mutter. Richter Jörg Landes bezeichnet dies als „unselbstständig“. Das Urteil fällt gnädig aus, doch er mahnt: „Das soll hier kein Joke sein.“ Er wünscht sich schon, dass Steffen O. einen Weg für sich findet, natürlich ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

 

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