Wettstreit der Radfahrer:

Mutige Biker begeistern Zuschauer

Die besten norddeutschen Mountainbiker haben sich im Bikepark Neubrandenburg getroffen. Das Wetter war spitze. Doch gibt es in der Region überhaupt Leute, die sich so eine Veranstaltung anschauen wollen?

Spannung beim Downhill-Rennen. Die Fahrer erreichen Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Und das über Stock und Stein.             
Charlott Resske Spannung beim Downhill-Rennen. Die Fahrer erreichen Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Und das über Stock und Stein.  

„Was ist hier denn alles los?“, fragt ein älterer Mann verwundert. Aus seinem Garten in der Kleingartenanlage heraus hat er die Straße beobachtet, die zum Bikepark führt. So viele Menschen in der Umgebung sind für ihn ungewöhnlich. Neugierig stellt sich der Rentner an den Weg. Als er hört, dass heute im Bikepark ein großes Rennen stattfindet ist er begeistert. „Das hört sich ja gut an“, sagt er und macht sich selber auf den Weg zu der Veranstaltung.

Der dritte und damit vorletzte Lauf des Wettbewerbs „Bergamont Downhill Series“ ist der Anlass für die "Völkerwanderung". Christian Engel und Markus Reich, Betreiber des Parks, haben den Wettbewerb organisiert. In Teterow und Malente fanden die ersten beiden Rennen statt, nun wird die neue Rennstrecke in der Vier-Tore-Stadt in Beschlag genommen.

Aber nicht nur das Downhill-Rennen lockt die Menschen in den Bikepark. Es gibt viele verschiedene Wettbewerbe und Aktionen, darunter einen Hochsprung-Contest. Fasziniert versammeln sich Zuschauer vor der Rampe und fiebern mit. „Tragt ihn über die Latte“, motiviert der Moderator die Menschen zum Anfeuern. Der 16-jährige Jonas Grau vom Dirt Force e.V. überwindet mit seinem Rad eine Höhe von 2,80 Meter und belegt damit den zweiten Platz. „Das ist mein erstes Mal dass ich an so einem Wettbewerb teilnehme. Im Training war ich nie so gut“, sagt Jonas noch etwas außer Atem „Deswegen bin ich heute sehr zufrieden.“

Markus Reich und Christian Engel sind zufrieden. Nach ihren Schätzungen waren 800 bis 900 Menschen zu Besuch im Bikepark. „Die vielen Vorbereitungen haben sich gelohnt“, ist sich Christian Engel sicher.