Geldstrafe droht:

Mutmaßlicher Rehquäler muss vor Gericht

Ein Motarradfahrer überfuhr wissentlich ein trächtiges Reh und das mehrfach. Dieser Fall sorgte im März für Empörung und inzwischen hat der Mann seine Tat auch zugegeben. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Akten bereits zum Gericht geschickt.

Der Anblick sorgte für Bestürzung: Die Motorradfahrer ließen die überfahrene, aber noch lebende Ricke liegen.
Ann-Kristin Hanell Der Anblick sorgte für Bestürzung: Die Motorradfahrer ließen die überfahrene, aber noch lebende Ricke liegen.

Ein 29-Jähriger aus Ivenack bei Stavenhagen hat zugegeben, im Februar eine trächtige Ricke auf einem Acker bei Tüzen mehrmals überfahren zu haben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg bestätigte gegenüber dem Nordkurier, dass gegen den Mann ein Verfahren läuft. Vor dem Demminer Amtsgericht muss er sich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Geldstrafe.

Der Anblick des Tieres ließ damals selbst gestandene Waidmänner zaudern und hatte öffentlich für Entsetzen gesorgt. Die trächtige Ricke lag  auf einem Acker am Straßenrand, überall um sie herum waren im Boden tiefe Reifenspuren eines Motorrads erkennbar, das mehrfach über das wehrlose Tier fuhr.

Polizei vernahm acht Tatverdächtige

Offenbar überfuhren der oder die Täter das Tier immer wieder und ließen es einfach liegen. Lebend. Erst als Jäger das halbtote Reh zufällig auf dem Feld an der Landstraße zwischen Tüzen und Kriesow fanden, erlösten sie es von seinem Leiden.

Zahlreiche Hinweise gingen somit auch bei der Polizei ein, sodass es schließlich acht Tatverdächtige im Alter von 20 bis 29 Jahren gab. Bei mehreren Verhören gaben alle zu, an dem Tag dabei gewesen zu sein. Gefahren sei aber nur einer von ihnen und zwar der 29-Jährige aus Ivenack.