Wanderfreunde auf der "Grünen Runde":

Nach dem Fußmarsch lockt der Kuchen

Auf vier Strecken konnten Naturfreunde am Sonnabend beim Erlebnistag Wandern eine „Grüne Runde“ absolvieren. Für die Stärkung wurde in derArche N am Reitbahnsee gesorgt – und auch der Kopf erhielt dabei neue Nahrung.

Kurz vor dem Ziel, der „Arche N“: Die Wandergruppe, die die 15,5 Kilometer lange Tour vom Tollensesee bis an den Reitbahnsee lief. Nach so einem langen Fußmarsch ist dann ein Stück selbst gebackener Kuchen, den Gerlinde Brauer-Lübs servierte, keine Sünde.
Hartmut Nieswandt Kurz vor dem Ziel, der „Arche N“: Die Wandergruppe, die die 15,5 Kilometer lange Tour vom Tollensesee bis an den Reitbahnsee lief. Nach so einem langen Fußmarsch ist dann ein Stück selbst gebackener Kuchen, den Gerlinde Brauer-Lübs servierte, keine Sünde.

Nach einem Marsch von mehr als 15 Kilometern kommen die 14 Leute der Wandergruppe von Ingrid Döhler am Reitbahnsee an. Ein bisschen geschafft sind sie – aber glücklich. „Unsere Tour ist die schönste des ganzen Wandertages“, sind sich Ingrid Döhler und ihre Mitstreiter einig. Start war am Tollensesee, weiter ging es über Neuendorf, die Zirzower Mühle, entlang des Malliner Bachtals bis zum Reitbahnsee.

Diese Tour war eine von vier verschiedenen Strecken zwischen 8 und 42 Kilometern, zu denen der Verein Neubrandenburger Wanderfreunde beim Erlebnistag Wandern eingeladen hatte. Die Ausflügler blieben zum Glück vom großen Regen verschont, der über das Land zog. Aber einen hatte es vorher schon erwischt. „Unser Vorsitzender Peter Harbarg ist so erkältet, dass er nicht mitwandern kann. Und das auf der 42-Kilometer-Tour, die sozusagen sein Kind ist. Schade“, bedauerte Wolfgang Rötschke in der Wanderpause am Reitbahnsee.

Dort hatten Leute vom Soziokulturellen Bildungszentrum in der „Arche N“ bereits alles vorbereitet zur Rast. Kartoffel- und Erbseneintopf waren frisch gekocht, selbst gebackener Kuchen stand für die Hungrigen bereit. „Wunderbar“, sagte Wolfgang Meyer, der mit zwölf weiteren Wanderern auf der acht Kilometer langen Route ins Ziel kam. Ein paar von ihnen hatten unterwegs sogar Pilze gesammelt...

Das Bildungszentrum hatte sich nicht nur auf die kulinarische Versorgung der Wanderfreunde eingerichtet. „Wir wollen sie gleichzeitig über unsere aktuellen Angebote informieren“, erzählte Geschäftsführerin Gerlinde Brauer-Lübs. So funktioniert das Miteinandner von Neubrandenburger Vereinen: Die Wanderer erfuhren zwischen Erbsensuppe und Kaffee von der Lesung mit Marianne Thiede, die am Dienstag um 14.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus in der Friedländer Straße stattfindet.

Die Wandergruppe, aus der 2001 der eingetragene Verein hervorging, fand 1986 beim DDR-Kulturbund in Neubrandenburg zusammen. Wanderungen führen die rund 60 Mitglieder heute in alle Landschaften im Nordosten.

Jüngere Leute, die gern bei den Wanderfreunden aktiv sein möchten, sind gern gesehen. Informationen dazu gibt Peter Harbarg, Telefon 039603 22823.

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