Unternehmerin sucht Zeugen:

Nach drei Angriffen aufs Auto Belohnung ausgesetzt

Jenny Knepel ist eigentlich nicht von der ängstlichen Sorte. Schließlich hat sie sich vor anderthalb Jahren mutig selbstständig gemacht. Nachdem ihr Auto drei Mal beschädigt wurde, fragt sie sich aber doch, ob es jemand auf sie abgesehen hat.

Wer ist denn hier auf Zerstörung aus? Erst waren es Graffiti, dann eine eklige Flüssigkeit, die in die Lüftung floss. Zuletzt sind bei Jenny Knepels Auto sogar die Scheiben eingeschlagen worden.
J. Knepel Wer ist denn hier auf Zerstörung aus? Erst waren es Graffiti, dann eine eklige Flüssigkeit, die in die Lüftung floss. Zuletzt sind bei Jenny Knepels Auto sogar die Scheiben eingeschlagen worden.

Jenny Knepels Auto ist normalerweise gut zu erkennen. Muss es auch, schließlich ist die Neubrandenburgerin selbstständige Unternehmerin und wirbt mit dem Namen „Flotte Feger“ für Haushaltsreinigung, die sie seit anderthalb Jahren mit ihrer Reinigungsfirma anbietet. Jetzt aber hat sie die Werbung entfernen lassen. Denn nachdem ihr Auto zum dritten Mal innerhalb weniger Monate beschädigt wurde, fühlt sie sich nicht mehr so richtig sicher und denkt, dass da jemand etwas gegen sie persönlich hat. Nun hofft Jenny Knepel, dass Zeugen helfen können, denjenigen zu finden, der es mehrfach auf das Fahrzeug abgesehen hat.

Am 27. April entdeckte sie „grünes Krickelkrakel“ auf dem Lack, „von vorn bis hinten“, wie sie sagt. Das Auto stand wie immer an der Mlada-Boleslaver Straße in der Oststadt, wo sie wohnt. Ihr Auto sei als einziges in der Reihe beschmiert gewesen. Trotzdem hätte es noch Zufall sein können. „Ich habe Anzeige erstattet, aber die Ermittlungen wurden nach ein bis zwei Monaten von der Polizei eingestellt“, erzählt sie.

Am 15. Juli sah sie auf Motorhaube und Frontscheibe eine Flüssigkeit, die durch die Lüftungsschlitze ins Innere gelaufen war. „Ich musste eine Motorreinigung machen lassen. Bei der Reinigung sagte man mir, das riecht wie Buttersäure“, sagt Jenny Knepel. Auf eine Anzeige verzichtete sie in dem Fall. Sie glaubte nicht, dass mehr dabei herauskommen würde als beim ersten Mal.

Hinweise bitte an die Polizei

Jetzt aber hat sie wieder die Polizei gerufen. In der Nacht vom 27. zum 28. Oktober wurden bei ihrem Auto sechs von acht Scheiben eingeschlagen. Der oder die Täter verteilten die offenbar gleiche Flüssigkeit wie im Juli innen auf Sitzen und Kindersitzen. „Es roch genauso und sah auch genauso aus“, sagt sie. Gestohlen wurde nichts. „Ich habe das angezeigt, die Polizei hat auch Fotos gemacht, aber nicht mal Fingerabdrücke genommen“, berichtet sie. Sie hofft deshalb, dass sich Zeugen melden. Sie sei auch bereit, eine Belohnung zu zahlen, wenn ein Hinweis zum Täter führt. „Ich habe schon Angst. Wer weiß, was als nächstes passiert. Vielleicht sind es dann durchgeschnittene Bremsschläuche, wenn ich mit den Kindern im Auto sitze“, sagt sie mit Blick auf ihre beiden Töchter.

Die Polizei unterstützt Jenny Knepels Initiative. Es sei aber wichtig, dass Hinweise unter Telefon 0395 55825224 direkt an die Polizei gehen, sagt Karen Lütge, Sprecherin der Polizeiinspektion. „Um sich nicht angreifbar zu machen und damit die Informationen gleich zur Ermittlerin kommen“, begründet sie. Man nehme die Sachbeschädigung ernst und auch die Tatsache, dass es zum dritten Mal das gleiche Auto betraf. „Die Ermittlerin, die die Sache auf dem Tisch hat, wird sich mit der Geschädigten in Verbindung setzen“, verspricht Lütge.

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