Nein zu Fusionsgedanken:

Nachbarn haben keine Lust auf Neubrandenburg

Die Idee des Anschlusses der Kleinstadt Burg Stargard an Neubrandenburg stößt im Rathaus der 5300-Einwohner-Kommune nicht gerade auf Gegenliebe.

Von der Stargarder Burg aus bereitete General Tilly 1631 die Belagerung und Beschießung von Neubrandenburg im Dreißigjährigen Krieg vor. Die Geschichte beider Orte ist also durchaus miteinander verknüpft. Aber muss es so weit kommen, dass die Viertorestadt Burg Stargard eingemeindet?
Bärbel Gudat/NK-Archiv Von der Stargarder Burg aus bereitete General Tilly 1631 die Belagerung und Beschießung von Neubrandenburg im Dreißigjährigen Krieg vor. Die Geschichte beider Orte ist also durchaus miteinander verknüpft. Aber muss es so weit kommen, dass die Viertorestadt Burg Stargard eingemeindet?

Von wegen Anschluss. Neubrandenburg muss wohl auf absehbare Zeit mit sich selbst klar kommen. Die Idee eines Anschlusses von Burg Stargard an den übermächtigen Nachbarn spielt im Rathaus der Kleinstadt keine Rolle. "Überhaupt keine!", wehrt sich Bürgermeister Tilo Lorenz gegen solche Gedankenspiele. Dabei war es einer seiner Landsleute selbst, der den Gedanken wieder auf die Bühne brachte.

Andreas Rößler, der früher selbst einmal Bürgermeister in Burg Stargard werden wollte, hatte die Kandidaten für den Wahl zum Oberbürgermeister in der Viertorestadt während des Nordkurier-Forums nach deren Ansicht zu einer Fusion mit Burg Stargard befragt. "Wir orientieren uns an unseren Nachbargemeinden", stellt Lorenz klar. Möglich seien in Zukunft Zusammenschlüsse mit Groß Nemerow, Holldorf oder der Gemeinde Lindetal. Aber Neubrandenburg - auf keinen Fall", so der Burg Stargarder.

Auch andere Nachbarn wie Trollenhagen wehren sich mit Händen und Füßen. "Eher verleibt sich Trollenhagen die Stadt Neubrandenburg ein", sagt der Bürgermeister der Flugplatz-Gemeinde, Peter Enthalter.