Pläne für die Fritz-Reuter-Straße:

Nadelöhr ins Jahnviertel wird saniert – mit Folgen

Die Fritz-Reuter-Straße muss komplett erneuert werden. Für die Anwohner ist das nicht nur Anlass für eitel Freude: Die Tatsache, dass die Überlandbusse ein Vierteljahr quer durchs Viertel müssen, ist sicher noch zu verschmerzen. Für die Anwohner wird es aber auch teuer.

Unter dem Asphalt der Fritz-Reuter-Straße befinden sich nur altes Kopfsteinpflaster und blanker Sand. Die Stadt und das Land sehen hier dringenden Handlungsbedarf.
Andreas Segeth Unter dem Asphalt der Fritz-Reuter-Straße befinden sich nur altes Kopfsteinpflaster und blanker Sand. Die Stadt und das Land sehen hier dringenden Handlungsbedarf.

 Im kommenden Jahr soll die Fritz-Reuter-Straße im Jahnviertel von Grund auf saniert werden. Das kündigte jetzt Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) an. Die Baumaßnahme hat nicht nur direkte Auswirkungen für die Bewohner des Jahnviertels, die etwa ein halbes Jahr auf eine wichtige Zufahrt in ihr Wohngebiet verzichten müssen. Auf sie kommt auch eine neuen Belastung zu: Die Überlandbusse müssen rund drei Monate lang eine Umleitung durch die Bachstraße und die Robert-Blum-Straße nehmen. Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten: Während der ersten drei Monate soll die Strecke zwischen Engelsring und Südbahnstraße erneuert werden, danach ist das Stück zwischen Südbahnstraße und Robert-Blum-Straße dran. Die Umleitung für die Überlandbusse gilt während des ersten Bauabschnittes.

Die Sanierung sei unumgänglich, erklärt die Projektleiterin Gabriele Giermann aus dem Rathaus. Die Straße sei sehr kaputt gefahren. Derzeit würden sich unter dem Asphalt nur altes Kopfsteinpflaster und blanker Sand befinden. Der sehr schlichte, sehr alte und oft geflickte Aufbau sei dem enorm gewachsenen Verkehr an dieser Stelle nicht mehr gewachsen. Die 190 Meter lange und rund sechs Meter breite Straße soll grundhaft ausgebaut werden. Die Stadtwerke verlegen neue Leitungen, die 2,30 Meter breiten Gehwege auf jeder Seite werden gepflastert. Schon im November soll Baubeginn sein, sagt Gabriele Giermann. Allerdings werden dann nur vorbereitende Arbeiten erledigt. Richtig los geht es nach dem Winter, momentan plane man mit einem Baustart am 15. März.

Höhe der Beiträge steht noch nicht fest

Allerdings wird nicht jeder Anwohner ungetrübte Freude über die neue Straße empfinden können. Denn die Stadt wird Anliegerbeiträge erheben – sprich: Die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke müssen sich an den Kosten für den Straßenbau beteiligen. Wie hoch diese Beiträge sein werden, darauf will man sich im Rathaus noch nicht festlegen lassen. Insgesamt wird aber wohl eine sechsstellige Summe zusammenkommen.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme werden im Rathaus mit rund 430 000 Euro kalkuliert. Das Land beteiligt sich mit einer Förderung in Höhe von 148 000 Euro an dem Projekt. Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) übergab jetzt den entsprechenden Förderbescheid an den Oberbürgermeister. Die Stadtwerke veranschlagen für ihre eigenen Arbeiten etwa 250 000 Euro.

Zwar hatte das Innenministerium in seinem Vorbescheid zum Haushaltserlass die Stadt aufgefordert, auf einige Investitionen zu verzichten. Allerdings sei die Finanzierung des städtischen Anteils für die Reuterstraße  aus heutiger Sicht gesichert, sagte Rathaussprecherin Doreen Duchow am Donnerstag.

 

Das neue iPad Pro mit Nordkurier digital: Hier geht's zum Angebot!