Unter Polizei-Augen:

Neonazis marschieren um Tollensesee

"Handgezählte" 36 Teilnehmer und einige Gegenaktionen meldete die Polizei von der Wehrsport-Aktion der Rechtsextremen. Zwischenfälle gab es keine.

Die Gruppe war überschaubar.
Thomas Krause Die Gruppe war überschaubar.

Nahezu unbeobachtet ist am Sonnabend der sogenannte Tollenseseemarsch der rechtsextremen Szene verlaufen. Am Startpunkt am Augustabad sowie auf Höhe des Alternativen Jugendzentrums hatten Gegendemonstranten unter anderem mit Plakaten ihren Protest kundgetan. Es sei aber weder zu Zusammenstößen noch zu Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten gekommen, bilanziert die Polizei, die entlang der Strecke präsent war.

Polizeiangaben zufolge nahmen 36 Neonazis an dem Marsch um den Tollensesee teil. In vorderster Front war Augenzeugen zufolge der NPD-Landtagsabgeordnete David Petereit dabei; zu den Teilnehmern hätten auch der Kreistagsabgeordnete Norman Runge und der Neubrandenburger Stadtvertreter Jens Blasewitz gehört. Gesehen wurden außerdem Begleitfahrzeuge mit Rostocker, Anklamer und Stralsunder Kennzeichen.

Bereits seit Jahren nehmen hiesige Neonazis den Todestag des NSDAP-Protagonisten Horst Wessel (1907-1930) zum Anlass, ihre Anhänger im Februar zu einem Marsch um den Tollensesee aufzurufen. In den vergangenen Jahren hatten demokratische Kräfte an der Wegstrecke dagegen protestiert.

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