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Neubrandenburg wartet auf Zusagen aus Schwerin

Die Stadt hat inzwischen Fördermittel für das Projekt beantragt. Bevor darüber nicht entschieden ist, will man allerdings die Kosten nicht endgültig durchrechnen. So steht die jetzt avisierte Zeitschiene auf wackeligen Beinen.

Für die Rathaus-Sanierung hat die Stadt jetzt die Fördermittel-Anträge in Schwerin eingereicht.
Marcel Laggai Für die Rathaus-Sanierung hat die Stadt jetzt die Fördermittel-Anträge in Schwerin eingereicht.

In der Stadtvertretersitzung am Donnerstag wurde eine erste Zeitschiene für die geplante Rathaus-Sanierung vorgestellt. Der vorläufige Rahmenterminplan sieht vor, dass der Umzug der Stadtverwaltung in die Ausweichquartiere im zweiten Quartal 2018 stattfindet. Auch ein angestrebter Endtermin für den Abschluss der Sanierung wird darin genannt – und das ist Ende 2020. Erst im Jahr darauf würde die gesamte Stadtverwaltung dann also wieder in das sanierte Domizil am Engelsring zurückziehen.

Doch ohne die Zusagen für Fördermittel aus Schwerin sieht sich Oberbürgermeister Silvio Witt keine verbindliche Grundlage, den Neubrandenburger Stadtvertretern eine Finanzierungsbeschlussvorlage vorzulegen, die auch belastbare Zahlen zu Kosten und Fördermitteln enthalte. Der nötige Antrag ist beim Infrastruktur-Ministerium MV eingereicht. Auch das Schweriner Innenministerium, das die Kommunalaufsicht führt, wurde um Stellungnahme gebeten. Der Antrag auf eine von Schwerin bereits in Aussicht gestellte Sonderbedarfszuweisung sei ebenfalls in die Landeshauptstadt geschickt worden. „Hier erwarten wir im Juni, spätestens Juli die Zusage“, ergänzte Witt.

Während der Bauarbeiten würden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung ins TIG sowie ins Verwaltungsgebäude an der Hochstraße ziehen. Nach der Sanierung könne man im Rathaus voraussichtlich 44 Räume für andere Nutzer anbieten. Gespräche mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zur Einmietung seien in der Endabstimmung, erklärte der Oberbürgermeister.