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Neubrandenburger sind die Reichsten im ganzen Land

Im Vergleich zu Rostockern oder Greifswaldern hat der Durchschnitts-Neubrandenburger netto mehr Geld in der Tasche. Auf Bundesebene aber sieht das schon wieder ganz anders aus.

Den Einwohnern der Viertorestadt geht es finanziell am besten in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Jedenfalls, wenn man ihr Durchschnitts­einkommen als Maßstab nimmt.

Aktuellen Angaben des Statistischen Landes­amtes Mecklenburg-Vor­pommern zufolge hatte jeder Neubrandenburger im Jahr 2011 insgesamt 16 534 Euro als Netto-Einkommen zur Verfügung. Vom Baby bis zum Greis, vom Firmenchef bis zum Arbeitslosen ist hier jeder Ein­wohner erfasst.

Nicht zu verwechseln mit Kaufkraft

Als sogenanntes verfüg­bares Einkommen wird jener Teil des Lohnes, des Gehaltes oder der Rente bezeichnet, der tatsächlich für Konsum-, Wohn- und Sparzwecke zur Ver­fügung steht. Das verfügbare Einkommen ist nicht identisch mit der Kaufkraft. Bei dieser wären auch regionale Preisunterschiede zu berücksichtigen.

Nach Neubrandenburg folgt erst an zweiter Stelle die Beamtenstadt Schwerin mit 16 216 Euro pro Ein­wohner und Jahr, die „Bronze­medaille“ geht an Wismar mit 15 780 Euro. Alle anderen großen Städte wie Rostock, Stralsund oder Greifswald kommen erst dahinter.

Im Bundesdurchschnitt Rote Laterne

Das für Landes­verhältnisse relativ hohe Einkommen in Neubrandenburg ist indes nichts im Vergleich zu ­anderen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern hat hier mit 16 317 Euro die Rote Laterne. Der Bundesdurchschnitt des verfügbaren Einkommens lag 2011 bei 19 933 Euro. Dabei belegen die neuen Länder und Berlin die sechs letzten Plätze. Am besten geht es noch den Brandenburgern mit durchschnittlich 17 382 Euro Jahresnettoverdienst 2011.

Ganz vorn im Ländervergleich lag übrigens Bayern mit 22 086 Euro pro Einwohner, gefolgt von Baden-Württemberg (21 679 Euro) und der Hansestadt Hamburg (21 313 Euro).

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